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KÖRPER

STUDIO

Licht liegt grau auf den Laken Dein Mund sucht meine Haut Du ziehst mich zu dir, legst mich zärtlich auf dich Deine Hand liegt schon wach, wo Wärme sich staut Ich bewege mich langsam, du hältst mich dabei fest Klarer als Sprache: dein Daum' malt Kreise auf mein' Lippen Deine Hand an mei'm Bein, sie führt mich und presst Dein Kiefer spannt 'an, und du zählst meine Rippen Du drehst uns herum und flüsterst ganz sacht Ich lausch' dir, dein Mund an meinem Hals Wir fühlen den Moment, einer von uns lacht Auf deiner Schulter schmeck ich mein eig'nes Salz Und du hältst mich dort, zitternd und still Jeder Druck deiner Hand ist ein Satz, den ich hör'n will Ich bebe, die Finger verkrallt in deinem Haar Nasse Wangen, nass das Kissen – du siehst mich klar Ein Ziehen im Bauch, und mein Atem wird flach Ich will mich bewegen, sanft nimmst du mir die Eile Dein Daumen liegt schwer, ich werd langsam schwach Und Warten wird zur süßesten Weise von Bleiben Erst Fragen die Hüften, dann fordern sie mehr Ich bin offen, schwerelos, ich treib über dir Ein Schauer zieht langsam vom Nacken herunter Decke, Fenster und Wände verschwinden von hier Und du hältst mich dort, wartend und still Jeder Pulsschlag und Kuss ist Sprache, die ich verstehn will Ich fühl' meine Augen verliebt in dein' Blick Ich staune – nur du bringst mich immer wieder zurück Ich falle nach oben und komm' bei dir an Was in mir aufbricht, das wird Raum und wird endlich weich Ich atme dich ein, so tief ich nur kann Dein Name ist Schwur und in mei'm Kopf wird es leicht Ich seh dich und halt' dich – du bist hier Und du hältst mich im Bann – und ich geb alles von mir Dann führst du die Welle – dein Atem wird Klang Ich löse mich auf – die Haut unter mir brennt Jede Bewegung zieht Sekunden endlos lang Ein einziger Takt – den nur Berührung noch erkennt Dann blei'm wir so liegen, zu schwer zum Bewegen Das Licht ist jetzt weiß, und der Vorhang im Wind Und von draußen kommt Luft und ein Anflug von Regen Zwei Körper, die längst derselbe Atemzug sind