
Songtitel: Mindestlohn-Mentalität (Intro) (Sound von einer Supermarkt-Kasse, Piepen, dann ein verzerrendes Kratzen) Ja... ich hab’s gesehen. Die Kommentare, der Hate. Ihr nennt das "Stress"? Ich nenne das fehlenden Anstand. Hört mal gut zu. (Part 1) Ich schreibe einen Text, sachlich und präzise, über ’nen Typen bei Netto – die Stimmung war miese. Ein Mitarbeiter flippt aus, zieht ’ne hässliche Show, doch wer kriegt den Hate ab? Ich! – Geht’s noch irgendwo? Kaum oute ich mich als der Kunde im Laden, kommen die Facebook-Trolle aus ihren Löchern geladen. Plötzlich bin ich der Feind, weil ich Wahrheit verbreite? Ihr schlagt euch ernsthaft auf die unfreundliche Seite? (Hook) (2x) Nur weil du Mindestlohn kriegst, hast du kein Recht zu bellen, musst dich nicht als Opfer vor die Kunden stellen! Falscher Beruf, wenn du die Freundlichkeit vergisst, ich teil’ nicht euren Fetisch, dass man mich mit Dreck bewirfst! (Part 2) "Der Arme hat Stress", "Die Bezahlung ist schlecht", mit diesen Phrasen biegt ihr euch das Unrecht zurecht. Seit wann ist schlechte Laune ’ne Lizenz zum Beleidigen? Und seit wann müsst ihr so ein Verhalten verteidigen? Wenn du den Job nicht packst, dann geh doch nach Haus, doch lass deinen Frust nicht an Fremden hier aus! Wer sich gern dumm anmachen lässt, bitte sehr, doch ich wehr’ mich dagegen – mir fällt das nicht schwer. Ich würd’s wieder tun, jeden Post, jedes Wort, Anstand ist Pflicht, an jedem verdammten Ort! (Bridge) Und an die kleine Minderheit, die meint, sie müsste richten: Eure Argumente sind hohl, wie eure Geschichten. Ich bleibe stabil, ich bleibe dabei, für schlechten Service gibt’s keine Narrenfreiheit! (Part 3) Doch kurz vor dem Ende, wird die Stimme jetzt leise, trotz all dem Theater, geht’s auf die festliche Reise. Danke an alle, die den Rücken mir stärken, die noch den Unterschied zwischen Anstand und Frust bemerken. An die Community mit Verstand: Ich zieh’ den Hut, euer Support gibt mir Kraft, euer Zuspruch tut gut. (Outro) Ich wünsch euch allen ein schönes Weihnachtsfest... Ja, sogar denen, die den Frust im Netz lassen. Genießt die Feiertage. Aber merkt euch eins: Respekt ist keine Frage des Gehalts. Peace. (Beat blendet langsam aus mit dem Geräusch einer schließenden Ladentür)

