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Zum Jahr der Bibel II. - 08.01.2003

Zum Jahr der Bibel Zweiter Gedanke Die Bibel im Bücherschrank ist gut aufgehoben, in der praktischen Hand ist sie besser beachtet. Wer nicht nur seitenweise gescheit darin hin-und herblättert, kann wenn er in die Tiefe geht Rat und Tat finden. Zum Jahr der Bibel gehört gesagt, die Liebe ist das treibende Moment in den Texten des Neuen Testaments. Verglichen mit allen religiösen Büchern, ernstzunehmenden Büchern dieser Welt, ist die Bibel sehr konkret in ihrer Liebesaufforderung. Siebenundfünfzig direkte Aufforderungen zur Liebe, Einhunderteinundneunzig indirekte Aufforderungen. Wer nur den Koran daneben legt, findet sachlich betrachtet keine direkte noch indirekte Aufforderung in gleicher Weise wie seinen Nächsten, die Feinde und so weiter zu lieben, dagegen Hundertdreiundzwanzig Befehle für Allah zu kämpfen und zu töten. Im Jahr der Bibel gehören auch die Unterschiede aufgezeigt, aus denen sich in der Gesellschaft ihre abgeleiteten Werte wiederfinden. Streiten Sie mit der Bibel, nur keine Berührungsängste. Streifen Sie ab die dogmatische Brille. Wer es wagt, hat die besten Voraussetztungen als liebender Mensch mit und durch die Bibel in dieser Welt als ein Christusfolgender, eben als ein Christ zu leben. Davon lebt der Christ, von einem jeden Wort das von Gott ausgeht, weil der Mensch eben nicht vom Brot allein lebt.