
Ich stehe vor dem Spiegel, das Neonlicht ist kalt, Ein Schatten starrt zurück, der mich mit bloßen Händen krallt. Ich will die eigne Haut von meinen Knochen reißen, Weil all die toten Blicke mich von innen her zerbeißen. Jeder denkt nur an sich selbst, das Ego frisst die Welt, Ein Haufen voller Heuchelei, der nur nach außen hält. Sie treten auf dich ein und nennen es noch Pflicht, Ich hasse diesen Dreck und hasse dies Gesicht. Doch mitten auf dem nassen Glas verzieht sich der Dunst, Ein Schleier formt ein Bild wie eine fremde Kunst. Ganz tief in diesem Schmutz beginnt ein Licht zu wehn, Ich fange an, die Umrisse von ihrem Glanz zu sehn. Sie ist das Sonnenlicht, das jede tote Blume weckt, Die Wärme, die mich sanft aus meiner tiefen Kälte streckt. Sie heilt die offne Wunde, nimmt mir jeden schweren Stein, Mit ihr wird alles ruhig und die dunkle Welt wird rein. Ein Atemzug voll Hoffnung, der den ganzen Hass verbrennt, Weil ihre helle Seele keine grauen Mauern kennt. Doch kaum verblasst der Schleier, schlägt die Wahrheit ins Gesicht, Ich hocke auf den Fliesen und ertrage diesen Anblick nicht. Die Leute draußen rennen blind durch ihren eignen Neid, Verkaufen ihre Seelen für ein bisschen Eitelkeit. Ich kriege keine Luft mehr in dem Raum, der mich umgibt, Wo jeder ohne Scham nur seinen eignen Schatten liebt. Ich will hier nicht mehr atmen, will nicht mehr Teil von ihnen sein, In dieser kranken Masse stirbt man doch am Schluss allein. Doch mitten auf dem nassen Glas verzieht sich der Dunst, Ein Schleier formt ein Bild wie eine fremde Kunst. Ganz tief in diesem Schmutz beginnt ein Licht zu wehn, Ich fange an, die Umrisse von ihrem Glanz zu sehn. Sie ist das Sonnenlicht, das jede tote Blume weckt, Die Wärme, die mich sanft aus meiner tiefen Kälte streckt. Sie heilt die offne Wunde, nimmt mir jeden schweren Stein, Mit ihr wird alles ruhig und die dunkle Welt wird rein. Ein Atemzug voll Hoffnung, der den ganzen Hass verbrennt, Weil ihre helle Seele keine grauen Mauern kennt. Ich will sie hier nicht haben, an diesem giftigen Ort, Ich will die Menschen, die ich liebe, meilenweit weit fort. Sie ist so unerreichbar, wie ein Stern am Nachthimmel, Zu schade und zu rein für dieses dreckige Gewimmel. Ich sehe dieses Paradies, doch stehe hier im Dreck, Der Weg zu ihr nach oben hat für mich doch keinen Zweck. Ich will zu ihrem Licht, doch dieser Sumpf hält mich fest, Der mich in meinem eignen Körper langsam sterben lässt. Sie ist das Sonnenlicht, das jede tote Blume weckt, Die Wärme, die mich sanft aus meiner tiefen Kälte streckt. Sie heilt die offne Wunde, nimmt mir jeden schweren Stein, Mit ihr wird alles ruhig und die dunkle Welt wird rein. Ein Atemzug voll Hoffnung, der den ganzen Hass verbrennt, Weil ihre helle Seele keine grauen Mauern kennt. Zwei Welten ziehen an mir, der Spiegel splittert leise, Mein Körper reißt entzwei auf dieser gottverlassnen Reise. Die Haut löst sich vom Fleisch, der Atem wird so schwer, Gefangen zwischen ihr und diesem giftigen Meer. Ein letztes Ziehen in der Brust… Der Schleier weht davon… Ich zerreiße ganz langsam… Im kalten Licht.

