
Der Winter malt die Welt ganz weiss, so kalt, Kein Hass, kein‘ Liebe – nur die Stille wallt, Nur Ratten tanzen zu der Flöte Klang, Nur Götzen grüssen stumm, so lebenslang. Wo Tod sich bettet, Lieb' erstrahlt so rein, Die Mühe fruchtet, dein Bemühn und mein. So die Passanten eilen geschwind dahin, Die Glocken tönen leise, voller Sinn Doch Schönheit bleibt, so zeitlos und so klar. Du gibst dir Müh', verlierst den Weg alsbald, Der Winter stiehlt die Lieb', so ungestalt, Doch rennen wir viel schneller – ist das wahr? Das Wochenende ist Gesetz, das stimmt, Der Weihnachtsbaum durch die Fenster glimmt, Dort Buch und Lampe, Zeuge und Vertrauter. Mein Traum fliegt über Meere, hoch hinaus, Champagner wird gereicht, die Nacht bricht aus. In unser‘m Traum verlassen wir das Haus. Wer sagt, er sei glücklich, vermisst so viel. Die Künstler malen Kreise, Träumereien, Spiel, Wenn Geister wandern spät in dunkler Nacht. Der Weihnachtsmann schüttelt Silberhaar. Das neue Jahr verspricht kein Krieg, ganz klar, Doch nur im Gedicht – und selbst da schwach gemacht.

