In der Nacht mit kaltem Hohn Speien sie den Menschensohn Stoßen und schlagen ihn durch Straßen Über Stoppeln und dürrem Rasen Er wankt vorbei an dir und mir Striemen machen seine Zier Auch alle die von Liebe träumen Müssen seine Leiden säumen Gleich die Schreie fern und nah Treibt ihn hinaus nach Golgatha Treibt ihn hinaus nach Golgatha Die Menge die ihr Fressen braucht Jauchzt befriedigt, tobt und faucht Reißt ihm Risse, tiefe Kerben Schlagt ihn ans Kreuz, er soll dran sterben Er trägt das Unrecht schweigend stumm So kommt die Unschuld immer um Kalt umweht ihn das Gelächter Peitscht im Geiste seiner Wächter Wir alle schreien fern und nah Treibt ihn hinaus nach Golgatha Treibt ihn hinaus nach Golgatha Und Jesus hegte keinen Hass Unter Geiern er das Aas Er bittet noch für seine Schlächter Für Peiniger und für Verächter Man nagelt ihm die Hände an Er hat uns wirklich nichts getan Angst schaut jetzt aus seinen Augen Die für Grausamkeit nicht taugen Dann richten sie ihn auf am Stamm Am Altar für Gottes Lamm Er vergibt den, die noch schmähen Alle können ihn jetzt sehen Gebeugt von der Verlorenheit Von aller Ungerechtigkeit Gekrönt von Dornen, Tod und Kälte Schimpf und Schande, Schuld und Schelte Wo Sünde ist kann Gott nicht sein Und so stirbt sein Sohn allein Die Nacht bricht ein ist schnell gekommen Dunkel hat das Kreuz erklommen Dann bricht aus seinen Wunden Blut Ein Rinnsal wird zur großen Flut Darin muss Finsternis ertrinken Hinab in tiefste Tiefen sinken Wer kommt und trinkt nimmt ohne Geld Wird ein Licht für dunkle Welt Dem ist auch die Schuld vergeben Komm zum Herrn und trink vom Leben