
Zum Lied von Eis und Frostes Macht, Zur Musik der Kantaten hell, Schwebt eine Wolke durch die Nacht, Über die Stadt im Schnee so schnell. Sie zieht dahin, so unbeschwert, Unten eilt die Menschenmenge. Schön und flüchtig, unversehrt, Über die Stadt in weiter Länge. Was Wind und Zufall einst verschlug, In Tiefen, fern und unbekannt, Bis bessere Zeit, im Flug, Sich selbst im Weg hat wiederfand. Gesichter tanzten, Häuser klein, Dörfer, Stimmen, hallten laut, Brunnen, Geister, Zwerge schein, Und finstre Wälder, dicht gebaut. Jahrhunderte und Jahre gar, Wochen, Nächte, Tage hell, Berater, Boten, nah und fern, Prinzessin, Kaiser, stolz und schnell, Fliegend im Raum, zerrissen ganz, Veränderten sich, ohne Staub, Und spritzten ringsum, voller Glanz, Gold und Schmutz, im wilden Raub; Dann, in der Wolke, lockig dicht, Die ganze Welt in sich vereint, Ein Glockenton, vom Himmel schlicht, Der auf die Erde niederweint. Die Erde bebte in der Stadt, Der Klang flog weit ins All hinaus, Das Herz vor Kälte sich vergaß - Die Wolke fliegt, ohn' Unterlass.
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