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Fremd im Lichtermeer

[Verse 1] Während ich im Sonnenuntergang auf dem Platz vorm Bahnhof steh, halt ich meinen Koffer in der Hand. Mein Herz schlägt wild und angespannt, als ich überall die Fassaden aus Marmor seh. [Verse 2] Ich geh vom Bahnhof Zoo den Ku'damm entlang! Vorbei an Kinos und Cafés! Am Theater und an Varietés! Automobile ziehen an der Straßenbahn lang! Die Droschken fahren langsam hintendran, für eine Revue stehen die Menschen Schlange an! [Verse 3] Die Stadt hat mich fest im Griff, aus dem Staunen holt mich ein lauter Pfiff. Neben mir fährt die Straßenbahn mit dem Klang der Elektrizität an. Ich bewege mich durch die Menschen und das Lichtermeer, das Tosen der Menge dringt dumpf an mein Ohr, auf der Suche nach dem Hotel Excelsior! [Chorus] Diese Stadt schläft nie, sie jagt den Puls der Zukunft voran, die Elektrizität treibt die Laternen an. Sie dürfen niemals ruhn, sie erhellen die Nacht, geblendet von all dieser leuchtenden Pracht, geh ich neugierig durch dieses Labyrinth aus Stein, ich atme den Rausch dieser Metropole ein! [Verse 4] Ich frage die Herren im Frack und mit Chapeau Claque nach dem Weg, ebenso die Damen in Seide, am Hut einen Federstrauß. Doch sie blicken herab, sie lachen mich aus, für sie bin ich nur ein schäbiger Fleck. Meine Erscheinung, so denk ich mir, beeindruckt sie nicht, das Leben der Kleinstadt steht mir im Gesicht! [Verse 5] An einer Straßenecke bleib ich ratlos stehen, durch die Menschenmassen kann ich meinen Weg nicht sehen. Am Café neben mir bemerkt mich ein Mann, auch er trägt einen Frack, fragt, ob er helfen kann. Ich sag ihm, ich suchte das Excelsior, bevor ich mich im Treiben der Stadt verlor. [Chorus] Diese Stadt schläft nie, sie jagt den Puls der Zukunft voran, die Elektrizität treibt die Laternen an. Sie dürfen niemals ruhn, sie erhellen die Nacht, geblendet von all dieser leuchtenden Pracht, geh ich neugierig durch dieses Labyrinth aus Stein, ich atme den Rausch dieser Metropole ein! [Outro] Er weist mir lächelnd die Richtung, ich bedanke mich knapp, ich nick ihm zu und der Lärm der Stadt um mich ebbt ab. Ich spüre tief in mir wieder diesen Drang, meine Schritte tragen mich die Straße entlang. Da erscheint vor mir ein Palast aus Licht und Marmorstein... Wie in meinem Traum glänzt das Excelsior! Man öffnet mir Tür und Tor... so trete ich ein in einen Palast aus Licht und Marmorstein...