
[Strophe I] Die Schlacht ist verstummt, doch der Boden bleibt rot, der Rauch zieht davon, zurück bleibt die Not. Man zählt seine Siege, man wendet den Blick, und lässt, was noch fault, einfach liegen zurück. Die Verderbnis kriecht durch das Land ringsumher, die Wunden noch frisch und die Glieder so schwer. Sie könnten sie bannen, dem Boden entzieh’n, doch scheint es, als wollten sie lieber weiterzieh’n. [Strophe II] Ich liege im Dunkeln, die Augen weit offen, und suche nach Antworten, wage zu hoffen. Was bleibt von dem Sieg, wenn das Übel noch währt? Wenn keiner sich kümmert, obwohl man sich wehrt? War es je euer Wille, den Feind zu bezwingen? Oder wolltet ihr nur eure Macht laut besingen? Soll Blut auf dem Schlachtfeld euch Größe verleih’n? Muss erst alles verbrennen, um mächtig zu sein? [Refrain] Verbrannte Erde, kein Ende in Sicht, ich suche nach Menschen und finde sie nicht. Der Zorn frisst sich tiefer, die Zweifel gedeih’n, und langsam wird fremd, was einst Heimat konnt’ sein. Ihr habt wohl gewonnen, doch wofür war der Preis? Der Boden bleibt krank und die Herzen aus Eis. Ich suche nach Menschlichkeit, such einen Grund doch der Zorn in mir wächst, und die Kluft wird zum Schlund. [Strophe III] Ich verbinde die Wunden, ich tue, was geht, und bleibe, solange noch Hoffnung besteht. Ich kann ihnen beisteh’n, den Blick auf sie richten, doch nicht jede Grenze durch Willen vernichten. Die Schlacht liegt noch immer wie Blei auf der Haut, in jedem Verband, in dem, was man schaut. Und während ich helfe, wird eines mir klar: Ich geb, was ich kann, doch nicht, was möglich war. [Strophe IV] Es liegen wie Ketten um Hände und Geist die Grenzen, die zeigen, wie wenig ich weiß. Noch fehlt mir die Stärke, noch fehlt mir die Sicht, ich lerne, ich wachse, erzwingen kann ich’s nicht. Der Zorn sitzt im Nacken, hat sich festgebissen, lässt mich in Nächten die Ruhe vermissen. Ein Bluthund, der wittert, der niemals vergisst, wie schwer es zu tragen ist, wer man noch nicht ist. [Bridge] Vielleicht ist der Zorn nur ein Schild vor der Angst, ein Wall, hinter dem du dich bergen kannst. Solang du noch brennst, musst du nicht eingesteh’n, wie schwer es dir fällt, deine Grenzen zu seh’n. Doch er beißt sich fest, immer tiefer hinein, legt sich um mein Herz wie ein eiserner Ring. Ich weiß, dass ich wachsen, noch lernen muss doch der Zorn kennt kein Warten, kennt keinen Schluss. [Letzter Refrain] Verbrannte Erde, kein Ende in Sicht, ich suche nach Menschen und finde sie nicht. Der Zorn frisst sich tiefer, die Zweifel gedeih’n, und langsam wird fremd, was einst Heimat konnt’ sein. Ihr habt wohl gewonnen, doch wofür war der Preis? Der Boden bleibt krank und die Herzen aus Eis. Ich suche nach Menschlichkeit, such einen Grund doch der Zorn in mir wächst, und die Kluft wird zum Schlund. [Outro] Die Schlacht ist vorbei. Doch ihre Wunden besteh’n. Ich helfe, ich hoffe. Ich lerne zu seh’n. Doch tief in den Ketten, die ich noch nicht spreng’, sitzt der Zorn wie ein Bluthund… …und wartet, bis ich mich verrenn’...

