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Gesang der jungen Anarchisten (von Erich Mühsam)

[Strophe 1] Freiheit! mahnt es aus den Grüften, die der Vorzeit Kämpfer decken. Freiheit! lockt es aus den Lüften, die der Zukunft Stürme wecken. Daß aus Ahnung Freiheit werde, haltet, Künftige, euch bereit. Reinigt die entweihte Erde ­ helft ans Licht der neuen Zeit! [Refrain] Schwarz weht das Banner, kühn die Tat, wir brauchen weder Herrn noch Staat. Die Freiheit ist die höchste Pflicht, aus tiefster Gruft zum Sonnenlicht. Jugend, voran! Kein Opfer ist zu groß, wir sprengen jedes Sklavenlos! [Strophe 2] Freie Menschen sollen wohnen, wo gequälte Sklaven schleichen, Menschen, die aus allen Zonen Gruß und Trunk einander reichen. Von Gesetzen nicht gebunden, ohne Herrn und ohne Staat ­ frei nur kann die Welt gesunden, Künftige, durch eure Tat! [Refrain] Schwarz weht das Banner, kühn die Tat, wir brauchen weder Herrn noch Staat. Die Freiheit ist die höchste Pflicht, aus tiefster Gruft zum Sonnenlicht. Jugend, voran! Kein Opfer ist zu groß, wir sprengen jedes Sklavenlos! [Strophe 3] Jugend, sammle deine Scharen, kämpfend Zukunft zu erstreiten. Wer das Leben will erfahren, lasse sich vom Tod begleiten. Künftige! Im heiligen Ahnen lechzt die Welt nach Glück und Licht. Mahnend wehn die schwarzen Fahnen: Freiheit ist der Jugend Pflicht! [Refrain] Schwarz weht das Banner, kühn die Tat, wir brauchen weder Herrn noch Staat. Die Freiheit ist die höchste Pflicht, aus tiefster Gruft zum Sonnenlicht. Jugend, voran! Kein Opfer ist zu groß, wir sprengen jedes Sklavenlos! [Refrain] Schwarz weht das Banner, kühn die Tat, wir brauchen weder Herrn noch Staat. Die Freiheit ist die höchste Pflicht, aus tiefster Gruft zum Sonnenlicht. Jugend, voran! Kein Opfer ist zu groß, wir sprengen jedes Sklavenlos!