
Sechshundertsechsundsechzig Pentagramme brennen auf meiner Haut, ohne je zu verglühen jeder Stern dreht sich rückwärts in meinem Fleisch und flüstert Namen, die nie für menschliche Zungen bestimmt waren 666 Pentagramme – sie leuchten schwarz in der Dunkelheit jedes Symbol ein Tor, jedes Tor ein Schrei sie öffnen sich langsam in meiner Brust, in meinem Rücken, in meinem Mund und lassen Dinge herein, die nie wieder gehen wollen 666 Pentagramme – sie tanzen auf meinen Knochen zeichnen neue Wege durch mein Blut, durch meine Seele ich bin nicht mehr Mensch, ich bin nur noch ein lebendes Siegel und die Pentagramme singen: „Willkommen zu Hause“ Das erste Pentagramm fraß meine Kindheit das zweite fraß meine Träume das dritte fraß meine Stimme – jetzt spreche ich nur noch in toten Sprachen und lache mit Zungen, die nicht mir gehören Sie wachsen tiefer, breiten sich aus wie schwarze Adern unter meiner Haut, über meine Augen, in mein Mark wenn ich die Hand hebe, leuchten fünffingrige Sterne auf und die Luft um mich herum beginnt zu schreien 666 Pentagramme – sie brauchen kein Blut mehr ich selbst bin das Blut, ich selbst bin das Opfer jede Drehung lässt ein neues Tor aufbrechen 666 Pentagramme – sie brauchen kein Blut mehr sie haben meins schon lange getrunken jetzt trinken sie meine Seele, Tropfen für Tropfen Wenn ich versuche, sie zu verdecken, brennen sie heller wenn ich schreie, singen sie lauter mein Spiegel zeigt nicht mehr mich sondern ein Meer aus leuchtenden, sich drehenden Sternen Jetzt bin ich nur noch ein lebender Altar ein wandelndes Buch aus Fleisch und Verderben die 666 Pentagramme leuchten durch meine Haut und die Dunkelheit dahinter lächelt zufrieden Nachts leuchten sie durch meine Haut wie glühende Fenster in ein anderes Reich ich sehe Dinge darin, die mich anlächeln mit meinem eigenen, längst vergessenen Gesicht Jetzt bin ich nur noch ein wandelndes Siegel ein lebender Altar aus Fleisch und Flüchen die 666 Pentagramme pulsieren im Takt meines Herzens und mein Herz schlägt nur noch für sie 666 Pentagramme – sie leuchten schwarz in der Dunkelheit jedes Symbol ein Tor, jedes Tor ein Schrei sie öffnen sich langsam in meiner Brust, in meinem Rücken, in meinem Mund und lassen Dinge herein, die nie wieder gehen wollen 666 Pentagramme – sie sind mein neuer Gott mein neuer Name, mein neues Grab ich bin nicht mehr ich ich bin das, was durch mich hindurchgeht – für immer.

