
Der Kurfürst rief, die Kassen leer, die Spanier zahlten nicht mehr. Doch Raule sprach: „Holt sie vom Meer, mit Pulver und mit Blei!“ Sechs Fregatten liefen aus, von Pillau in den Norden hinaus. Der Rote Adler weht im Wind, ein stolzes Brandenburger Kind! Hievt die Segel, spannt das Tau, Brandenburg zur See – genau! Carolus Secundus, nun bist du fällig, die Prise kommt, das ist nicht täglich! Hievt die Segel, holt sie ein, die Beute soll der Unsre sein! Vor Ostende, im Morgengrau, da liegt sie stolz auf tiefer Blau. Die „Carolus“ mit schwerem Rohr, wir kommen, Spanier, verliert das Ohr! Ein Breitseit donnernd, Kugel schwer, der Feind, er weicht, er kommt nicht mehr. Wir enter’n das stolze Schiff, es ist der beste Brandenburgische Griff! Hievt die Segel, spannt das Tau, Brandenburg zur See – genau! Carolus Secundus, nun bist du fällig, die Prise kommt, das ist nicht täglich! Hievt die Segel, holt sie ein, die Beute soll der Unsre sein! Nach Pillau geht die stolze Fahrt, mit Gold beladen, wohl verwahrt. Hunderttausend Taler schwer, der Kurfürst freut sich umso mehr! Die „Carolus“ heißt nun „Markgraf“ neu, ein Schiff, das jedem Feind zeigt Scheu. Die Spanier warnen, doch wir lachen, wir Brandenburger können’s machen! Hievt die Segel, spannt das Tau, Brandenburg zur See – genau! Carolus Secundus, nun bist du fällig, die Prise kommt, das ist nicht täglich! Hievt die Segel, holt sie ein, die Beute soll der Unsre sein! So rühmt die Flotte, klein und stark, voll Tatendrang, vom Morgen bis in die Nacht. Ihr Sieg zur See, er hallt noch heut, von Brandenburger Küsten weit. Hoch lebe der Große Kurfürst sein, mit seiner Marine, kühn und fein! Hievt die Segel… spannt das Tau… Brandenburg zur See… genau! Carolus Secundus, nun bist du fällig… die Prise kommt… das ist nicht täglich…

