
[Strophe 1] Wir glauben, wer erinnert wird, sei noch nicht ganz verschwunden. Doch jeder trägt ein andres Bild von längst vergangenen Stunden. Am Ende bleibt ein leiser Klang, den keiner mehr versteht. Er hallt noch einen Atem lang, bis auch sein Echo still vergeht. [Refrain] Vielleicht bleibt etwas von uns hier, auch wenn kein Mensch den Ursprung kennt. Vielleicht lebt es ganz still in dir, bis jede Spur sich von uns trennt. Vielleicht genügt ein alter Klang, der noch durch fremde Stimmen reist. Doch jedes Echo schweigt irgendwann, bis keiner mehr weiß. [Strophe 2] Vielleicht lebt etwas von uns fort in einer fremden Hand. Vielleicht in einem alten Wort, das niemand mehr mit uns verband. Doch wenn kein Name bei ihm bleibt, kein Mund den Ursprung nennt, bin ich noch das, was weiter treibt, wenn niemand mich darin erkennt? [Refrain] Vielleicht bleibt etwas von uns hier, auch wenn kein Mensch den Ursprung kennt. Vielleicht lebt es ganz still in dir, bis jede Spur sich von uns trennt. Vielleicht genügt ein alter Klang, der noch durch fremde Stimmen reist. Doch jedes Echo schweigt irgendwann, bis keiner mehr weiß. [Strophe 3] Erinnerung bewahrt uns nicht, sie baut uns neu zusammen. Sie löscht ein Wort, verschiebt Gewicht, bis fremde Wahrheiten entflammen. Vielleicht bleibt alles irgendwie, nur niemals, wie es war. Aus mir wird eine Theorie, und jede klingt fast wahr. [Bridge] Auf tausend Bildern bleiben wir, gespeichert gegen das Vergehn. Doch wer wir wirklich waren hier, kann keine Kamera verstehn. Die Stimmen schlafen in der Cloud, ein Leben, Bild für Bild gereiht. Doch wenn sie niemand mehr anschaut, schützt auch kein Speicher vor der Zeit. [Finaler Refrain] Vielleicht war nichts von uns bestimmt, für mehr als diesen Augenblick. Denn alles, was im Licht beginnt, fällt namenlos ins Nichts zurück. Kein Satz bewahrt, was wirklich war, kein Bild beweist, dass etwas bleibt. Und alles schwindet Jahr für Jahr, bis nur Vergessen übrig bleibt. [Outro] Kein Name muss für immer stehn, kein Bild die Ewigkeit bestehn. Wir waren da, das war genug, bevor die Zeit uns weitertrug.

