
[Intro] Ich hab ‘ne Eins im Unsichtbarsein, pass in jedes Bild hinein. Alle finden mich so angenehm, nur ich kann mich darin nicht seh’n. [Verse 1] Schon früh Expertin im Funktionier’n, gelernt, Gefühle wegzusortier’n. Die Wut kam in die unterste Schublade, daneben lag die letzte Schokolade. Beim Klassenfoto ganz am Rand, mein Lächeln fest, die Faust gespannt. Ein bisschen schief, ein bisschen nett, zu Hause fiel es mit ins Bett. [Pre-Hook] Ich hab mich so gut angepasst, dass selbst mein Spiegel mich auslacht. Mein schönstes Kleid ist viel zu klein, die Zweifel näh ich mir gleich heimlich ein. [Hook] Kannst du mich überhaupt trösten? Oder kannst du nur mein Lächeln mögen? Wenn ich fall, bleibst du dann hier? Oder brauchst du nur die leichte Version von mir? Kannst du mich überhaupt trösten? Wenn die schönen Bilder bröckeln? [Verse 2] Ich mach aus jedem Nein ein Ja, bin für die andern immer da. Ich war die Lösung für den Rest, nur meine Fragen saßen fest. Ein Kompliment auf jedem Flur, von meinem echten Ich keine Spur. Beim ersten Streit blieb ich ganz still, weil keiner meine Wut sehen will. [Hook] Kannst du mich überhaupt trösten? Oder kannst du nur mein Lächeln mögen? Wenn ich fall, bleibst du dann hier? Oder brauchst du nur die leichte Version von mir? Kannst du mich überhaupt trösten? Wenn die schönen Bilder bröckeln? [Bridge] Heut hängt mein Zeugnis schief im Flur, die Einsen glänzen immer nur. Ich nehm es ab, dahinter steht ein Strich, der durch die Tapete geht. Ich zieh ihn weiter bis zur Tür, zum ersten Mal gehört er mir. Und wenn die Wand daran zerbricht, dann sieht man endlich mein Gesicht. [Final Hook] Kannst du mich überhaupt trösten? Oder kannst du nur mein Lächeln mögen? Wenn ich fall, bleibst du dann hier? Oder brauchst du nur die leichte Version von mir? Kannst du mich überhaupt trösten? Wenn die schönen Bilder bröckeln? [Outro] Die zweite Reihe bleibt heut leer, das Klassenfoto lächelt schwer.

