Song Cover Image

Porzellan & Paragraphen

V6-WILD

​[Intro: Ein einzelner, satt dröhnender Basslauf setzt ein. Eine leicht verzerrte Gitarre stimmt mit einem langsamen, oszillierenden Wah-Wah-Effekt ein ("Wah-wah... wah-wah"). Die Snare schlägt trocken ein, gefolgt von einem dreckigen, ungeschliffenen Riff. Man hört ein kurzes, arrogantes Husten am Mikrofon.] ​[Verse 1: Gesang im unverkennbaren Liam-Gallagher-Stil – nasaler, leicht gezogener Tonfall, langgezogene Vokale, Hände hinter dem Rücken vor dem Mikrofon stehend, pure Gleichgültigkeit trifft auf Rebellion] Algorithmen füttern die Abendzeitung, yeah... Tausend Feeds voller Reichweite, aber keiiiiiine Meinung. Künstliche Intelligenz erklärt uns die Welt, Während der nächste Gigaworker durch das Raster fäääällt. Sie verkaufen uns Zukunft auf Abo und Kredit, Und wundern sich ehrlich, warum keiner mehr mitziiiiieht. ​[Pre-Chorus: Rhythmisches, abgedämpftes Wah-Wah im Hintergrund. Der Bass wird drängender. Gesang zieht die Silben spöttisch in die Länge] Das Kartenhaus schwankt im Wind der Konzernpaläste, Sie buchen den Profit und wir bezahlen die Feeeeeste. Keine faulen Ausreden mehr aus den Chefetagen – Der Lack platzt ab von euren Fassaaaaaaden! ​[Chorus: Voller Band-Einsatz, breite, dreckige Gitarrenakkorde. Hymnischer, breitbeiniger Gesang mit verachtender Attitüde] Eure Systeme aus Glas und Papier, Bedeuten euch alles, doch gar nichts mehr miiiiir! Porzellan zerbricht, Paragraphen verwehn, Wir bleiben nicht mehr stumm vor den Schaltern steeeehn! Nein, wir bleiben nicht mehr stumm steeeehn! ​[Verse 2: Post-Punk-Gitarrenstaccato, fließender, stampfender Rhythmus] Smarte Kameras wachen über leere Straßen, Euer CO2-Fußabdruck misst, was wir verpraaaassten. Der Markt heilt sich selbst, flüstert das Display im Raum, Doch für die Miete im Monat reicht das Geld schon kaaauum. Sie reden von Greenwashing und meinen Kontrollen, Weil sie längst vergessen haben, was freie Menschen wollllllen. ​[Pre-Chorus: Wah-Wah-Effekt wird intensiver und zieht die Töne rückkoppelnd in die Länge] Das Kartenhaus schwankt im Wind der Konzernpaläste, Sie buchen den Profit und wir bezahlen die Feeeeeste. Keine faulen Ausreden mehr aus den Chefetagen – Der Lack platzt ab von euren Fassaaaaaaden! ​[Chorus: Voller Band-Einsatz mit sattem Gitarrensound, Overdrive auf den Vocals] Eure Systeme aus Glas und Papier, Bedeuten euch alles, doch gar nichts mehr miiiiir! Porzellan zerbricht, Paragraphen verwehn, Wir bleiben nicht mehr stumm vor den Schaltern steeeehn! Nein, wir bleiben nicht mehr stumm steeeehn! ​[Bridge: Das Tempo drosselt leicht ab. Ein dubbiger, raumgreifender Bass dominiert, während die Wah-Wah-Gitarre psychedelische, echolastige Wellen schlägt. Gesang klingt verzerrt wie aus einem Megafon] Keine Panik auf den Märkten... sagt der Mann im Pult. Digitalisiert eure Armut... schiebt den Daten die Schuld. Doch die Straße wacht auf, der Schleier fällt ab. Wir laufen nicht länger in eurer Schablone im Traaaab. ​[Gitarrensolo: Ein dreckiges, ungehobeltes Solo mit exzessivem Wah-Wah-Einsatz, inspiriert von psychedelischem 90s-Garage-Rock, das sich hochschraubt] ​[Chorus: Maximale Energie, Chor im Hintergrund singt "Aaah-aaah", während die Hauptstimme die Linien rotzig rausschreit] Eure Systeme aus Glas und Papier, Bedeuten euch alles, doch gar nichts mehr miiiiir! Porzellan zerbricht, Paragraphen verwehn, Wir bleiben nicht mehr stumm vor den Schaltern steeeehn! Nein, wir bleiben nicht mehr stumm steeeehn! ​[Outro: Rhythmusgruppe spielt einen schleifenden, stolzierenden Takt. Die Gitarren schrammeln rückkoppelnd durch] Zieht den Stecker raus... [Gesang wird zum leisen, trockenen Ausruf direkt ins Mikrofon] Mad Fer It. Guten Abend, Establishment. ​[Ending: Gitarre klingt langsam mit stehendem Wah-Wah-Feedback, Rückkopplung und einem letzten Beckenschlag aus]