
[Verse] Du suchst nach Kleinigkeiten für einen Streit. Und das nun fast schon regelmäßig in letzter Zeit. Du weißt inzwischen ziemlich genau, welche Worte mich treffen und welche nicht. Und du legst es darauf an, dass bei mir etwas zerbricht. Heute war es das berühmte eine Mal zu viel, und ich mach nicht mehr mit bei deinem perfiden Spiel. Ich pack eine kleine Tasche, schnapp mir meine Schlüssel und bin raus aus der Tür. [Pre-Chorus] Ich will nur weg von hier. Ich will weg von dir. [Chorus] Sehnsucht im Tank, ich weiß noch nicht, wohin. Nur raus aus dieser Wohnung, weg von dem, was ich nicht mehr bin. Sehnsucht im Tank, und plötzlich fühlt sich's an, als hätte etwas in mir nur darauf gewartet, dass ich das „Uns“ hinter mir lasse, damit ein neues Leben startet. Weiter, nur weiter, bis es im Kopf wieder leiser wird. Weiter, nur weiter, bis sich mein Denken neu sortiert. Sehnsucht im Tank [Verse] Ich fahr schon eine Weile, da läuft im Radio plötzlich ein altes Lied. Und es fällt mir ein, wie ich früher war, bevor alles bei uns in Vergessenheit geriet. Ich traf mich mit Freunden, ich wollte ans Meer, hab von einem kleinen Laden geträumt. Wollte Gitarre lernen, zumindest ungefähr. [Pre-Chorus] Mit jedem Meter Abstand zu dir, finde ich immer mehr zu mir. [Chorus] Sehnsucht im Tank, lässt mich wieder nach vorne sehn. Wo gestern noch Stillstand war, kann es heute weiter gehn. Sehnsucht im Tank, und ich spür, dass sich etwas in mir bewegt. Ich weiß zwar nicht, was am Ende auf mich wartet, aber ich will, dass es so weitergeht. Ich dreh die Musik laut auf, lass den Fahrtwind durch die Fenster rein. Und zum ersten Mal seit langer Zeit muss ich für niemanden mehr ein Jemand sein. Sehnsucht im Tank [Verse] Ich hab lange genug gekämpft, oft auch gegen mich. Hab mich selber klein gemacht, für dich. An einer Tankstelle halt ich kurz an, kauf mir 'nen Snack, ne Zeitung und schau mir Wohnungsanzeigen an. Und in mir wächst diese Gewissheit: Dass mich nichts zurück in deine Arme treibt. Hier und jetzt startet für mich eine komplett neue Zeit. [Bridge] Ich renne nicht weg, ich renne wohin. Damit ich endlich wieder der sein kann, der ich bin. Nicht besser, nicht stärker, nicht irgendwer, nur einer, der sich selbst wieder erkennt. Einer, der morgens aufsteht und weiß, dass es nichts bringt, wenn man sein Leben an andere verschenkt. [Final-Chorus] Sehnsucht im Tank, jetzt weiß ich endlich, wohin. Nicht einfach weg von dir, sondern dahin, wo ich wieder ganz bei mir bin. Sehnsucht im Tank, ist eine starke Kraft, die auch ganz Unmögliches schafft. Sehnsucht im Tank, Ich hab mich selbst zu lange warten lassen, ich versag mir die Sehnsucht nicht mehr. mein altes Leben zurückzulassen fällt mir nicht mehr schwer. (fällt mir nicht mehr schwer) [Outro] Ich bin noch unterwegs, da wird es am Horizont schon langsam hell. Ich werde weiterfahren, solange ich kann, morgen such ich mir was Eigenes, und zum ersten Mal seit langer Zeit fühlt sich morgen gut an. Sehnsucht im Tank ... ich fahr weiter ... Sehnsucht im Tank ... ich fahr zu mir ... Sehnsucht im Tank ...

