
Entschuldigen Sie, aber meine Freunde sind Horror Monster
Entschuldigen Sie, aber meine Freunde sind Horror-Monster sie kommen pünktlich um Mitternacht, klopfen mit Knochen an einer hat zu viele Zähne, der andere zu wenige Augen und alle grinsen, als wär das hier ganz normal Entschuldigen Sie, aber meine Freunde sind Horror-Monster sie trinken aus offenen Adern und nennen es Cocktailstunde jeder Lacher ein Knacken von Gelenken, jedes Wort ein Schrei doch wenn sie mich ansehen, fühlt es sich an wie nach Hause kommen Entschuldigen Sie, aber meine Freunde sind Horror-Monster sie reißen die Wände auf und tanzen im herausquellenden Licht ich sag „sorry für den Lärm“, während Blut die Tapete streicht und sie flüstern: „Kein Problem – wir bleiben die ganze Nacht“ [Instrumental] Der mit dem zerfetzten Gesicht bringt immer Kuchen mit aus Leber und Zunge, verziert mit kleinen Fingernägeln die Tentakel-Dame umarmt mich, bis die Rippen knacken und fragt: „Hast du heute wieder an uns gedacht?“ Der Schatten im Eck hat keine Beine mehr, nur Hunger er kriecht unter den Tisch und leckt die Krümel vom Boden sie spielen Karten mit abgerissenen Hautfetzen als Blätter und ich verlier jedes Mal – weil sie immer die besseren Karten haben Entschuldigen Sie, sie sind etwas laut heute der eine singt Opernarien durch eine durchgeschnittene Kehle der andere malt Porträts – mit dem, was aus mir tropft und alle nicken, als wär das die normalste Sache der Welt Sie fragen nie, ob sie bleiben dürfen sie tun es einfach – und ich mach die Tür nie wieder zu weil wenn sie gehen würden, wäre die Stille viel schlimmer als ihr Lachen aus zerbrochenen Stimmen [Instrumental] Entschuldigen Sie, sie meinen es nicht böse sie wollen nur Gesellschaft – und Gesellschaft bedeutet Fressen sie teilen alles: Zähne, Klauen, Albträume und ich teile meinen Verstand – Stück für Stück Manchmal frag ich sie: „Bleibt ihr zum Frühstück?“ sie lachen so laut, dass die Fenster splittern dann lecken sie sich die Lippen – nicht gierig, fast zärtlich und sagen: „Nur wenn du der Hauptgang bist“ Ich weiß, ich sollte weglaufen, die Tür verriegeln, schreien aber wenn sie weg sind, ist das Haus zu groß, zu leer also lad ich sie wieder ein, immer wieder weil Horror-Monster die einzigen Freunde sind, die nie lügen Also setzen wir uns hin, teilen uns den letzten Schluck aus einem Kelch, der mal ein Schädel war sie klopfen mir auf die Schulter – mit Klauen, mit Tentakeln und sagen: „Du bist einer von uns – immer schon gewesen“ [Instrumental] Entschuldigen Sie, aber meine Freunde sind Horror-Monster sie trinken aus offenen Adern und nennen es Cocktailstunde jeder Lacher ein Knacken von Gelenken, jedes Wort ein Schrei doch wenn sie mich ansehen, fühlt es sich an wie nach Hause kommen Entschuldigen Sie, aber meine Freunde sind Horror-Monster sie reißen die Wände auf und tanzen im herausquellenden Licht ich sag „sorry fürs Chaos“, während sie mich umarmen und sie flüstern: „Kein Sorry nötig – du bist der beste Gastgeber“

