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Die Sehnsucht war die Spur

═════════════════════════════ Ich erzähle in diesem Song von einem Moment, in dem alte Sehnsucht plötzlich einen Sinn bekommt. Was ich lange für eine Wunde hielt, wird zur Spur zurück zu mir selbst. Am Ende finde ich nicht nur Hoffnung, sondern auch den verletzlichen Teil in mir wieder, den ich nie mehr allein lassen will. ═════════════════════════════ [Intro] Ich habe gestern bitterlich geweint. Nicht weil alles verlorren war. Nicht weil keine Hoffnung mehr da war. Eher das Gegenteil. Vielleicht war genau das das Schlimme. Dass plötzlich etwas lebendig wurde. Etwas in mir. Etwas Altes. Etwas, das nie weg war. [Verse 1] Ich habe mein ganzes Leben Sehnsucht gehabt. Nach Nähe, Nach Liebe, Nach einer Frau, die mich sieht. Nicht das Bild, Nicht die Rolle, Nicht den Mann, der irgendwie funktioniert. Mich! So wie ich bin. Mit allem. Mit der Angst, Mit dem Lachen, Mit dieser verdammten Tiefe, die ich selbst so lange nicht verstanden hab'. Ich dachte immer, die Sehnsucht wäre die Wunde. Dabei war sie die Spur. [Chorus] Ich habe schon so lange auf dich gewartet. Ich habe schon so lange auf dich gewartet. Ich habe schon so lange auf dich gewartet. Und jetzt bist du da. [Verse 2] Ich war unterwegs. In Städten, In Nächten, In Liedern, In Blicken. In Frauen, In Geschichten, Am Meer, Unter Sternen. Immer auf der Suche, immer mit diesem Gefühl, dass irgendwo etwas fehlt. Nicht viel – Alles. Und manchmal dachte ich, vielleicht bin ich falsch. Vielleicht zu viel, Zu empfindlich, Zu offen, Zu anders. Doch da war nur ein Junge, der irgendwann aufgehört hatte, sich zu zeigen. Und gestern, als die Tränen kamen, waren sie warm. Nicht tot. Nicht leer. Warm. Als würde etwas in mir sagen: "Du bist noch da. Du bist immer noch da." [Chorus] Ich habe schon so lange auf dich gewartet. Ich habe schon so lange auf dich gewartet. Ich habe schon so lange auf dich gewartet. Und jetzt bist du da. [Bridge] Und dann sah ich ihn. Den kleinen Jungen. Freundlich, Sensibel, Mit diesem Lächeln, das ich so lange vermisst hab'. Er stand einfach da. Nicht vorwurfsvoll. Nicht traurig. Nur da. Und ich wusste: "Ich kenne dich. Mein Gott, Ich kenne dich doch." [Verse 3] Wie schade. Wie verdammt schade. So viele Jahre. So viel Angst. So viel Leben, das irgendwo an mir vorbeiging. Nicht weil ich nicht wollte. Nicht weil ich nicht konnte. Sondern weil ich mich selbst nicht richtig gespürt hab'. Weil da immer Angst war. Diese verdammte Angst. Nicht zu genügen. Etwas falsch zu machen. Nicht gehalten zu werden. Nicht gesehen zu werden. Und plötzlich verstand ich: Die Sehnsucht war die Spur. Die ganze Zeit. Durch jede Nacht, Durch jeden Winter. Durch jedes Lied, Durch jede Liebe, die keine Heimat fand. Die Sehnsucht war die Spur. Zurück zu mir. [Instrumental Breath] [Chorus] Ich habe schon so lange auf dich gewartet. Ich habe schon so lange auf dich gewartet. Ich habe schon so lange auf dich gewartet. Und jetzt bist du da. [Outro] Und ich sagte: "Jetzt bin ich da." Ich lasse dich nicht mehr allein. Nicht heute. Nicht morgen. Nie mehr. Jetzt bin ich da. Und vielleicht ist genau das der Anfang. Nicht der große. Nicht der laute. Nur meiner. Jetzt bin ich da.