[Strophe 1] Wie sterben alte Wege? Nicht im Feuer, nicht im Streit. Sie sterben, wenn sie niemand mehr geht, wenn niemand sie mehr pflegt. Nicht durch Verbote, nicht durch Macht, nicht durch das laute Nein. Sie lösen sich im Schweigen auf, wenn sie uns gleichgĂŒltig sind. [Pre-Chorus] Irgendwann sagt jemand leise: „Weißt du noch, wie das war?“ Und keiner weiß, warum man’s tat, nur dass es frĂŒher halt so war. [Refrain] Herrschaft fĂ€llt nicht durch den Schlag, sie fĂ€llt, wenn keiner sie mehr fragt. Wenn niemand mehr die Rituale trĂ€gt, wenn niemand mehr an sie glaubt. Nicht durch Zwang, nicht durch Gewalt, nicht durch den nĂ€chsten großen Knall. Herrschaft stirbt, wenn sie bedeutungslos wird, ganz still, ganz langsam, ganz banal. [Strophe 2] Alle paar Jahre ein Kreuz, und wir nennen es Moral. Wir geben Verantwortung ab und fĂŒhlen uns danach gut. Nicht weil Menschen böse sind, nicht aus Hass oder Gier. Sondern weil man uns beigebracht hat, das sei richtig hier. [Pre-Chorus 2] Die Frage ist nicht, wer da steht, die Frage geht viel tiefer rein: Warum glauben wir eigentlich, ĂŒber andere zu entscheiden? [Refrain] Herrschaft fĂ€llt nicht durch den Schlag, sie fĂ€llt, wenn keiner sie mehr fragt. Wenn niemand mehr die Rituale trĂ€gt, wenn niemand mehr an sie glaubt. Nicht durch Zwang, nicht durch Gewalt, nicht durch den nĂ€chsten großen Knall. Herrschaft stirbt, wenn sie bedeutungslos wird, ganz still, ganz langsam, ganz banal. [Bridge] Ich will keinen Umsturz, kein neues Oben, kein neues Unten. Denn ein wacher Geist lĂ€sst sich nicht ersetzen durch Strukturen. Bewusstsein wĂ€chst nicht durch Druck, nicht durch Mission, nicht durch Zwang. Es wĂ€chst, wenn jemand vorlebt, dass man auch anders leben kann. [Strophe 3] So wie man Feste gehen lĂ€sst, wenn sie nichts mehr in sich tragen. So wie man Menschen loslĂ€sst, die dir nichts mehr zu sagen haben. So lĂ€sst man auch den Staat zurĂŒck, nicht im Kampf, nicht im Hass. Man hört einfach auf, ihn stĂ€ndig real zu machen. [Refrain] Herrschaft fĂ€llt nicht durch den Schlag, sie fĂ€llt, wenn keiner sie mehr fragt. Wenn niemand mehr die Rituale trĂ€gt, wenn niemand mehr an sie glaubt. Nicht durch Zwang, nicht durch Gewalt, nicht durch den nĂ€chsten großen Knall. Herrschaft stirbt durch Bedeutungslosigkeit. Und Freiheit beginnt im eigenen Denken – jetzt. [Strophe 4] Leb so, dass man es sehen kann, nicht laut, nicht demonstrativ. Zeig im Kleinen, jeden Tag, dass Freiheit praktisch ist. Übernimm, was bei dir liegt, denk selbst, fĂŒhl selbst, steh aufrecht da. Nicht gegen etwas, sondern fĂŒr ein Leben in Eigenverantwortung, klar. [Refrain] Herrschaft fĂ€llt nicht durch den Schlag, sie fĂ€llt, wenn keiner sie mehr fragt. Wenn niemand mehr die Rituale trĂ€gt, wenn niemand mehr an sie glaubt. Nicht durch Zwang, nicht durch Gewalt, nicht durch den nĂ€chsten großen Knall. Herrschaft stirbt durch Bedeutungslosigkeit. Und Freiheit beginnt im eigenen Denken – jetzt. [Strophe 5] Stell Fragen statt Antworten, hör zu statt zu belehren. Vertrau darauf, dass Wahrheit wirkt, ohne sich zu erklĂ€ren. Denn jeder Schritt in Selbstbestimmung macht den alten Weg ein StĂŒck schmaler. So entsteht aus stillem Vorleben eine Zukunft ohne Herrscher, ohne Schablonen, ohne Angst. [letzter Refrain] Herrschaft fĂ€llt nicht durch den Schlag, sie fĂ€llt, wenn keiner sie mehr fragt. Wenn niemand mehr die Rituale trĂ€gt, wenn niemand mehr an sie glaubt. Nicht durch Zwang, nicht durch Gewalt, nicht durch den nĂ€chsten großen Knall. Herrschaft stirbt durch Bedeutungslosigkeit. Und Freiheit beginnt im eigenen Denken – jetzt.