
Opera - The Musical (Edit)
[Intro] Es ist jetzt fast dreißig Jahre her. Leipzig war grau, der Beton war kalt, und die Freiheit war neu. Wir suchten kein Licht, wir suchten den Bass. Dort unten, im Keller... wo die Zeit einfach stehen blieb. Basis. Tille. Opera. Wir waren alle da. Pillen, Pappen, Koks und Speed, war unser Takt, war unser Beat. Wir liebten Chemie – und zwar nicht in der Schule. Das gab's unten im Keller, das war ja das Coole. Wir zogen Bahnen und gingen nie schwimmen, hörten nur die Maschinenstimmen. Die Nächte waren lang – noch länger der Kater, doch Freitagabend: neues Theater! Ja, das war genau mein Ding, die Zeit damals im Flug verging. Gerade war es noch der Keller, das war unsere Welt, unsere große Bühne, die uns zusammenhält. In der Opera – ohne Schuld, ohne Sühne, wir tanzten tagelang – dank Amphetamine! Meskalin in den Adern und nicht nur am Regler, alle hatten sie Flügel wie Mauersegler. Am Morgen dann schön zur After nach Zeitz, ich muss schon sagen, das hatte sein Reiz. MDMA, MDMA – das war unsere Zeit! Das war nicht nur ein Traum, wir war’n alle breit! Es lag alles noch vor uns, es war wunderbar, verloren im Rausch, dem Himmel so nah. Zwei Tage im Dunkeln, ein Leben im Rausch, wir zahlten die Ruhe gegen Ekstase im Tausch! Die Kiefer mahlen auf weißem Gold... Hast du das wirklich so gewollt? Wir waren jung, und Rave war der Slogan, ein buntes Glitzern auf billigen Drogen. Kein Bedauern, kein Blick zurück in den Staub, die Nacht war unser, wir waren jung und taub. Es war unsere Zeit, in dem kalten Beton, und der Bass... der schwingt heute noch davon.

