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Zum Kotzen [Alt. Version]

CUSTOM

▌│█║▌║▌║ 𝙇𝙮𝙧𝙞𝙘𝙨 𝙗𝙮 𝙏𝙧𝙞𝙥𝙎 ║▌║▌║█│▌ [Verse 1] Scheiße, warum bin ich so gut drauf? Zum Kotzen Ich bin doch eigentlich gewohnt zu leiden Kreidebleich zusammengekauert, dauernd am Kreischen Gewohnt, dauernd zu spüren, wie sie mich von innen zerreißen Themen, die beweisen, wie sehr die Stimmen sich verbeißen, Diese Nächte, die nichts Gutes verheißen Nächte, die zeigen, wie sie mich dazu bringen zu entgleisen Depressive Vibes, an denen sie speisen, endlos um meine Ängste kreisen Immer einen Grund vor Augen, zu konsumieren, um zu heilen Akribisch meine Psychosen verzeichnen, spüre die Sekunden wie Tage verstreichen Spüre meine mentale Gesundheit verschleißen Phobien und Ängste, die sich wie beste Freunde zusammenschweißen Im Spiegel kann ich mich nur mit falschen Tränen ausweisen Und mich anschließend freundlich darauf hinweisen Dieser Wahnsinn ist das Resultat meiner Unsicherheiten [Verse 2] Ich brauche diese Negativitäten, um Texte zu schreiben Ich nutze diese Songs doch, um nach Hilfe zu schreien Denn ich muss mich an der Aufmerksamkeit aufgeilen Wo sollen denn nur all meine problematischen Zeilen verbleiben Wenn sich gut gelaunt all meine Wahrheiten als Lügen verkleiden Umgeben von Licht, jage ich Gift, um dann authentisch zu schreiben über mich Mieser Zweckreim, lächerlich, sowas kommt dabei raus, fühl ich mich mal glücklich Fürchterlich, meine letzten Songs waren viel zu feierlich Jämmerlich, sonst sind meine Songs doch immer unbegreiflich verletzlich Manche schon fast widerwärtig erbärmlich, mittlerweile alles hinfällig Alles sagen, ich bin so roh, ich bin so echt, doch das Wesentliche verschwimmt mit jedem neuen Text Fuck, ich fühl mich wie verhext, anstatt mich zu zerschreiben, nutz ich Hoffnung im Kontext Bin das wirklich ich oder wurde ich ersetzt? Wer hat meine Albträume auf Tiefschlaf umgesetzt [Verse 3] Ich hasse diese Positivität, ich labe mich so gern an dieser Negativität Verschwindet sie komplett, ist da irgendwas, das fehlt, Kann das wirklich so weitergehen? Kann ich doch noch Farben sehen? Bin ich in der Lage, loszulassen, was mich quält? Verliere ich dann nicht an Authentizität? Nennt man das mentale Entwicklung, gleich gefolgt von verbaler Zerstörung Denn ich hasse, was mich ausmacht und bestimmt, früher war ich doch so frei und unbestimmt Heute eher klein und beschämt, ängstlich und gelähmt, jemand, der sich nach dem Negativen sehnt, fühle mich erst echt, fühle ich mich unbequem Liege ich in Scherben, fühl ich mich gesehen, das ist schon fast ein krampfhaftes Problem