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Der goldene Hahn (Fabel)

STUDIO

[calm male narrator spoken word] Der Goldene Hahn (Fabel) [calm male narrator spoken word] Es war einmal eine große, weite Ebene, die sich vom glitzernden Meer im Osten bis zu den roten Felsen im Westen erstreckte. Die Tiere dort waren stolz, denn sie nannten sich „Die Freien". Lange Zeit hatte ein alter Adler über die Ebene gewacht, doch er war müde geworden, und seine Augen waren trüb. [calm male narrator spoken word] Da kehrte der Goldene Hahn zurück. Er hatte schon einmal auf dem höchsten Pfahl des Zaunes gesessen, war aber verjagt worden. Nun stolzierte er wieder hinein, sein Gefieder glänzte heller als je zuvor und sein Kamm war wie eine Krone frisiert. [calm male narrator spoken word] „Der Adler ist schwach!", krähte er, dass es bis in die tiefsten Baue zu hören war. „Nur ich kann die Sonne dazu bringen, für euch zu scheinen! Ich werde die Ebene wieder prächtig machen!" Viele Tiere jubelten. Die Wildschweine grunzten zustimmend, weil sie sich stark fühlten, wenn der Hahn schrie. Die Gänse schnatterten jedes seiner Worte nach, ohne sie zu verstehen, einfach weil der Lärm sie berauschte. [calm male narrator spoken word] Die erste Veränderung war kaum spürbar. Der Hahn verkündete, dass die Eulen, die nachts wach blieben und alles beobachteten, Lügner seien. „Wer braucht ihre Augen im Dunkeln?", fragte er. „Ich bin das Licht." Als die Eulen protestierten und auf die Gesetze des Waldes verwiesen, hetzte der Hahn die Hunde auf sie. [calm male narrator spoken word] Doch es waren nicht mehr die alten Hütehunde, die die Herde beschützen sollten. Er hatte sie gegen Bluthunde ausgetauscht, die nur dem gehorchten, der sie fütterte. Die Eulen verstummten oder flohen in die fernsten Wipfel. [calm male narrator spoken word] Dann wandte sich der Hahn gegen die Biber. Die Biber bauten seit Generationen Dämme, um den Fluss zu regulieren, damit niemand ertrank und niemand verdurstete. „Diese Dämme behindern uns!", rief der Hahn. „Sie sind ein Komplott des tiefen Wassers!" Er befahl, die Dämme einzureißen. en. Das Wasser schoss wild hervor. [calm male narrator spoken word] Einige Tiere ertranken, andere wurden reich, weil das Wasser nun direkt auf ihre Felder gespült wurde. „Seht ihr?", krähte der Hahn. „Ich habe den Fluss befreit!" Dass das Fundament der Ebene langsam weich und schlammig wurde, wollte niemand sehen. [calm male narrator spoken word] Schließlich begann er, den Zaun zu verstärken. Früher war der Zaun da gewesen, um das Revier zu markieren. Nun aber sagte der Hahn: „Draußen lauern die Wölfe. Sie wollen euer Futter. Sie vergiften das Gras." Er ließ den Zaun so hoch bauen, dass man den Horizont nicht mehr sehen konnte. [calm male narrator spoken word] Die Tiere fühlten sich sicher, doch sie bemerkten nicht, dass ein Zaun, der so hoch ist, nicht nur niemanden hereinlässt, sondern auch niemanden mehr hinaus. Eines Tages verkündete der Hahn das neue Gesetz der Ebene: „Treu ist nur, wer kräht wie ich." [calm male narrator spoken word] Er begann, die Tiere in Gruppen einzuteilen. Die Eichhörnchen, die Vorräte aus fremden Wäldern hatten, wurden verdächtigt. Die Hirsche, die zu stolz waren, um sich zu verbeugen, wurden als Verräter gebrandmarkt. Die Wildschweine und Gänse wurden zu seinen Wächtern. Sie patrouillierten über die Wiesen und meldeten jeden, der nicht laut genug jubelte. [calm male narrator spoken word] Das Erschreckendste aber war die Stille der anderen. Die Pferde, die stark genug gewesen wären, ihn mit einem Tritt vom Pfahl zu stoßen, senkten die Köpfe und grasten weiter. „Solange er uns in Ruhe lässt", dachten sie, „ist es nicht unser Problem." Die Schafe dachten: „Er ist zwar laut, aber er beschützt uns vor den Wölfen." [calm male narrator spoken word] Doch als der Winter kam und die Vorräte knapp wurden, gab es niemanden mehr, der die Verteilung regelte – die Biber waren fort. Es gab niemanden, der vor der Kälte warnte – die Eulen waren fort. Der Hahn saß auf seinem hohen Pfahl, fett und golden. Als die Tiere froren und hungerten, krähte er: „Dies ist der beste Winter aller Zeiten! Wer friert, liebt die Ebene nicht genug!" [calm male narrator spoken word] Und als die Tiere sich endlich beschweren wollten, blickten sie auf. Die Bluthunde fletschten die Zähne, die Wildschweine blockierten die Wege, und der Zaun war zu hoch zum Überklettern. Der Adler war längst fortgeflogen. Und auf der Ebene dämmerte es nicht mehr, es wurde Nacht. Aber alle mussten rufen, wie hell die Sonne doch schien. [calm male narrator spoken word] Die Moral: Wer seine Freiheit Stück für Stück gegen das Versprechen von Glanz und Härte tauscht, merkt oft erst, dass er in einem Käfig sitzt, wenn er den Schlüssel längst dem Wärter gegeben hat. [End] # Disclaimer: AI-generated - this song and the cover art/video was created by or with the help of AI, in accordance with Art. 50 EU AI Act.