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Monster in Paris

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[Intro] Ich hab's euch gesagt, es gibt keine Monster, in Paris. Ich hab' alles durchsucht, ich hab' tagelang draußen geschlafen, ich hab' sie beobachtet, ich hab' meine Kameras aufgebaut. Es ist kein Monster zu sehen, wie ihr gedacht habt. Aber Moment, Susi wurde doch angegriffen und sie hat sich verwandelt in ein Monster. Susi mussten wir mit einem Kopfschuss erlösen. Ach Scheiße. Kann das nicht irgendwie ein menschlicher Akt der Gewalt sein? Ich versteh' es nicht. Ja, wir müssen erst mal gucken. Wir gehen noch mal zusammen dorthin, vielleicht in die Kanalisation, vielleicht ist da was zu finden.... [Verse 1] Die Lichter der Stadt brennen Löcher in die Nacht, Wir haben gesucht, wir haben gewacht. Die Prachtboulevards sind nur Masken aus Stein, Darunter will niemand am Leben sein. Die Kameras laufen, doch das Band bleibt leer, Das Atmen der Stadt fällt unsäglich schwer. [Refrain 1] Paris blutet unter der Haut, Ein Grauen, dem sich keiner vertraut. In den Schatten der Seine, im Schlamm der Zeit, Hält der Wahnsinn sein eisiges Maul bereit. Keine Monster, sagt ihr? Das Blut ist noch warm, Die Stadt frisst die Kinder mit eisernem Arm. [Verse 2] Susi hatte Träume, jetzt hat sie ein Loch, Zwischen den Augen, wir spüren es noch. Das Knacken der Knochen, die Haut wurde grau, Das war kein Mensch mehr, das weiß ich genau. Ein Akt der Gewalt? Ein Mensch ohne Geist? Wer weiß schon, was Fleisch von der Seele reißt. [Refrain 2] Paris blutet unter der Haut, Ein Grauen, dem sich keiner vertraut. In den Schatten der Seine, im Schlamm der Zeit, Hält der Wahnsinn sein eisiges Maul bereit. Keine Monster, sagt ihr? Das Blut ist noch warm, Die Stadt frisst die Kinder mit eisernem Arm. [Verse 3] Der Abstieg beginnt, die Stufen sind nass, Hier unten regiert nur der modrige Hass. Die Taschenlampe zuckt über Ziegel und Dreck, Wir wollen hier raus, doch es gibt kein Versteck. Ein Flüstern im Rohr, ein Scharren im Gang, Die Stille ist lauter als jeder Gesang. [Refrain 3] Paris blutet unter der Haut, Ein Grauen, dem sich keiner vertraut. In den Schatten der Seine, im Schlamm der Zeit, Hält der Wahnsinn sein eisiges Maul bereit. Keine Monster, sagt ihr? Das Blut ist noch warm, Die Stadt frisst die Kinder mit eisernem Arm. [Verse 4] Menschliche Gewalt? Dass ich nicht lache! Das hier unten ist eine andere Sache. Es hat keine Namen, es hat kein Gesicht, Es braucht keine Liebe, es braucht kein Licht. Wir treten in Kreise aus Knochen und Glas, Und merken zu spät: Wir sind das Fraß. [Refrain 4] Paris blutet unter der Haut, Ein Grauen, dem sich keiner vertraut. In den Schatten der Seine, im Schlamm der Zeit, Hält der Wahnsinn sein eisiges Maul bereit. Keine Monster, sagt ihr? Das Blut ist noch warm, Die Stadt frisst die Kinder mit eisernem Arm. [Bridge] Hörst du das? Es kratzt an der Wand! Lass nicht los, nimm meine Hand! Die Lichter flackern, die Batterien leer, Ich spüre den Hunger... ich kann nicht mehr! Es ist kein Mensch! Es war nie ein Mensch! [Verse 5] Die Kamera fällt in den schwarzen Morast, Wir sind hier unten ein unerwünschter Gast. Kein Retter wird kommen, kein Gott sieht uns hier, Was Susi geworden ist, werden nun wir. Die Stadt da oben feiert und lacht, Während uns hier unten das Dunkel verschlingt in der Nacht. [Refrain 5] Paris blutet unter der Haut, Ein Grauen, dem sich keiner vertraut. In den Schatten der Seine, im Schlamm der Zeit, Hält der Wahnsinn sein eisiges Maul bereit. Keine Monster, sagt ihr? Das Blut ist noch warm, Die Stadt frisst die Kinder mit eisernem Arm. [Outro Dialog] „Hörst du das? Das Scharren? Mach das Licht wieder an... bitte.“ „Die Batterien sind tot. Ich seh' nichts.“ „Es... es ist direkt hinter dir. Es riecht wie Susi.“ „Oh Gott, nein. Nein! Lass mich los! HILF M–“ (Das Geräusch von reißendem Fleisch, gefolgt von schwerem, unmenschlichem Atmen. Dann nur noch das ferne Echo von tropfendem Wasser.)