Vorwort Wenn Sie mit diesen Zeilen in diesem Gedichtband zu lesen beginnen, so ist für Sie die Weihnachtszeit vorbei, für mich noch nicht ganz. Das heißt, das was als dieses Weihnachten dargeboten wird, ist für mich schon lange vorbei. Ich würde sagen, es ist seit der Zeit um meines achtzehnten Geburtstages am fünfundzwanzigsten vierten Neunzehnhundertvierundachtzig vorbei, ganz präzise seit dem vierundzwanzigsten zwölfen Neunzehnhundertvierundachtzig. Woher ich das so genau benennen kann? Ganz einfach, weil ich an Weihnachten Neunzehnhundertvierundachtzig mein erstes Gedicht geschrieben habe und dieses hieß „Weihnachtszeit is vorbei.“ Morgen, da das Jahr sich wieder Weihnachten zuneigt, ist das schon achtzehn Jahre her. Achtzehn Jahre, das ist keine Zeit, da ich mir sagen könnte, „Mei, ist die Zeit schnell vergangen.“ Das ist sie wirklich und doch möchte ich nicht die Zeit zurückdrehen können. Weihnachtszeit ist vorbei und die Läden zeigen uns wieder ein anderes Gesicht, jetzt von Glaubensthemen zu reden, die das Gewändchen von Nikolausi, Weihnachtsmann und Christkindl trugen, das will der immer auf neues gierende Zeitgenosse nicht ertragen. Es hat ja schon die Weihnachtszeit gereicht, wo an allen Ecken die öffentlich Rechtlichen wie die verschlossenen Mystischen, wie überhaupt alle die was auf sich halten lassen mögen, ausgewiesenermaßen die gerühmten Gutmenschen, uns unterwiesen haben, wie glückseligmachend das Glücklichmachen ist. Verzeihung, Weihnachten ist vorbei und wer es nicht glauben möchte, kann ja weiter so tun als ob. Als ich damals an diesem besagten, achtzehnjährigen, dichterischen, ungeraden, morgigen Jubiläum mein zweites Gedicht schrieb, beschrieb ich die erlebte Konsequenz aus Gedicht Nummer eins „Weihnachtszeit is vorbei“ im zweiten Gedicht „Sei ruhig.“ Sei ruhig, kloana Bua, wos woaßt denn scho? Ih hob`s erfahrn, Krieg, Übel, Hunger, Angst. Wos wuist? Kenn ma scho. Mach`s erst moi durch! Kein Bedarf und wie haben doch diese Leute Weihnachten gefeiert, manche waren so sentimental, dass sie noch genauso rührselig mitten im Juli waren und wenn sie ein Gesetz dafür gehabt hätten, hätten`s den Christbaum aus unverwüstlichen Edelstahltannen aufgestellt. Sarkasmus beiseite, hier an dieser Stelle soll ja ein Vorwort Sie ein-und hinführenan das, was da kommt. Es ist eine Zeit die sich zwischen Anfang Januar und Ende März abspielen wird. Was wird sich da tun? So mancher wird sagen „Um Gottes Willen“ und damit meinen was er will. Das ist dann so wie mit dieser Weihnachtszeit, man kann denken was man will und wenn`s vorbei ist, ist jeder wieder heilfroh. Jetzt ist`s ein Tag vor dem Tag, nachdem`s dann nach zwei Feiertagen wieder vorbei ist. Wissen`S was ich mach? Ich und nicht nur ich, wir gehen baden. Ich lass das Vierteljahr das kommt so gelassen es geht vergehn. Auf dieser Wegstrecke bis April möchte ich Ihnen so manches Bild vor Augen malen, das sich in Worten entfalten soll und kommt Ihnen der Gedanke mitunter „ is bei dem boarischen Dichter Weihnachten noch ins Hirn geschrieben,“ so verweise ich auf Heinrich Böll „Und das nicht nur zur Weihnachtszeit.“ Wie affig es sich anmaßt, noch im Juli Weihnachten zu feiern, das meine ich auch nicht in einer Sequenz, wenn ich vom Glauben rede. Es ist Weihnachten, ja gerade hat der Weihnachtstag Zweitausendzwei begonnen, denn als ich das Wort ein paar Zeilen zuvor „is bei dem boarischer Dichter Weihnachten noch ins Hirn geschrieben“ schrieb, wurde ich gestern, also am dreiundzwanzigsten zwölften unterbrochen und das in typischer Cafehausweise „Is do no frei?“ meine Antwort „Ja freilich, nehmen`s nur Platz.“ „Ah, do werd a Brief gschrieben.” „Na, a Vorwort zu am Gedichtband.“ Und wie`s typisch ist, so ist es cafehausmäßig weitergegangen, vor lauter Vorlesen, was mit Leidenschaft und Freude geschah, verzog sich das Ende des Vorwortes bis heute Morgen. Wenn das so weitergeht, ist Weihnachten tatsächlich vorbei bis dieses Wort seinen Abschluss findet. Sie ahnen ja nicht, exakt wieder bei dem Wort ...boarischer Dichter noch ins Hirn geschrieben, kam es heute Morgen erneut zu einem Cafehausstopp. Jetzt am Nachmittag, muß der heimische Wohnzimmertisch, welcher ein sogennanter Jockltisch ist, herhalten. Also heute Morgen, das gleiche Spielchen wie gestern, in der Früh waren es Leute aus meinem Lohhofer Unterschleißheimer Stammcafe Kistenpfennig. De Leute waren eher vom Sehen und Grüß Gott her bekannt. Jetzt kenn ich die Leute näher. Aber, aber, das ist nicht so Cafehaustypisch, dass ih fast gar ned zum Schreiben komme. Zu was ich kommen werde, so Tag für Tag, werden wir Ende März wissen und schwarz auf weiß vor uns haben, natürlich auch bunt von meinen Mädels gemalen und von mir fotografiert, wie auch einige Fotooldies vom Cafehauswalter beigesteuert. Jetzt aber genug der Worte, es kommt eh wos kommen wird. Gruß aus`m Cafehaus Roland, a boarischer Dichter