FÜHL DICH WIE ZU HAUSE [LONG INTRO] (nur Groove – warme Gitarre, Bass, Rhodes, dezente Percussion) --- [PART 1] „Fühl dich wie zu Hause...“ sagen sie. Und gleich danach: „Aber... benehm dich nicht so.“ Und irgendwie hat jeder am Tisch sofort verstanden, was gemeint ist. Schuhe irgendwo vor der Tür. Jacke überm Stuhl. Und einer sagt: „Ich bleib heut wirklich nicht lang.“ Ja. Klar. --- [HOOK] Fühl dich wie zu Hause. Aber... benehm dich nicht so. Bleib zu lang. Lach zu laut. Mach aus einem Bier ruhig zwei. Morgen hat heute Hausverbot. Und solange noch jemand am Tisch sitzt, ist hier noch lange nicht vorbei. --- [PART 2] Warrior steht am Grill, als wär das hier sein Restaurant. Biersack macht den Kühlschrank langsam zum Stammplatz. Schnapsbar erzählt denselben Witz zum fünften Mal. Und beim sechsten Mal lacht trotzdem wieder einer. Senior Raimundi sitzt daneben, grinst nur kurz und sieht dabei aus, als hätte er die Pointe gekannt, bevor es den Witz überhaupt gab. Und irgendwo sagt einer: „Wer hat eigentlich mein Bier?“ Biersack schaut runter. ... „Ach so.“ --- [HOOK] Fühl dich wie zu Hause. Aber... benehm dich nicht so. Bleib zu lang. Lach zu laut. Erzähl die Geschichte noch einmal. Wir kennen sie zwar. Aber vielleicht war sie heute ein kleines bisschen anders. Morgen hat heute Hausverbot. Und solange noch jemand am Tisch sitzt, ist hier noch lange nicht vorbei. --- [BREAK] Vielleicht ist Zuhause gar kein Ort. Vielleicht ist es dieser eine Tisch, an dem keiner fragt, was du erreicht hast. Keiner fragt, was du morgen vorhast. Keiner will wissen, warum du heute anders bist als gestern. Weil es manchmal vollkommen reicht, dass du da bist. --- [PART 3] Hier muss keiner perfekt sein. Hier darf einer zu laut lachen. Zu lange bleiben. Zu viel erzählen. Und morgen behaupten, dass er das ganz anders gemeint hat. Hier kennt jeder deine besten Geschichten. Und leider auch die anderen. Trotzdem steht dein Stuhl immer noch da. Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen Leuten, die man kennt... und Menschen, bei denen man bleibt. --- [BRIDGE] Irgendwann merkst du: Es waren nie nur die großen Abende. Nicht das Hotel. Nicht der Strand. Nicht irgendein Ort, für den du tausend Kilometer fährst. Es waren oft genau diese hier. Ein Grill. Ein Tisch. Ein paar Bier. Irgendein Lied viel zu laut. Und Menschen, bei denen du nie überlegen musstest, wer du eigentlich sein sollst. --- [BUILD] Und irgendwann steht die Sonne schon wieder zwischen den Häusern. Einer schläft halb auf dem Stuhl. Einer erzählt noch immer. Und einer sagt: „Leute... ich glaub, ich geh jetzt wirklich.“ Keiner glaubt ihm. Nicht mal er selbst. --- [FINAL HOOK] Fühl dich wie zu Hause. Aber... benehm dich nicht so. Bleib zu lang. Lach zu laut. Erzähl die Geschichte ruhig noch einmal. Denn irgendwann sind genau diese Abende die Geschichten, die wir immer wieder erzählen. Fühl dich wie zu Hause. Hier musst du niemand anderes sein. Denn Häuser werden gebaut. Türen werden abgeschlossen. Aber Zuhause... entsteht erst durch Menschen. --- [POST-HOOK] Und wenn irgendwann nur noch Gläser auf dem Tisch stehen, der Grill längst kalt ist und keiner mehr weiß, wer eigentlich als Erster gehen wollte... dann weißt du: Es war wieder einer von diesen Abenden. --- [OUTRO] „Noch ein Bier?“ ... „Eigentlich wollt ich heim.“ ... „Also ja.“ ... „Wo ist eigentlich der Tequila?“ ... „Biersack...“ „Was?“ „Du hältst ihn in der Hand.“ ... „Ach so.“ Peeeeep.