Vorwort Schlechte Zeiten für Humoristen, wo ist der Humor bloß hingekommen, wer hat den Humor bloß vom Leben abgeschnitten? Schlechte Zeiten für Realisten, der Realismus wird zum Muss einer anerkannten Ideologie, die selbstverständlich als Realität bezeichnet wird. Schlechte Zeiten für kleine Leute, wer vernimmt schon noch wie es ist, wenn die Leute im Spagat sich nach der Decke strecken müssen? Schlechte Zeiten und doch gibt es noch Humor, die Realität lässt noch Winkelzüge zu. Die kleinen Leute haben noch nicht zur Rebellion geblasen, das könnte das Gute in diesen Zeiten sein. Schlechte Zeiten um zu sehen und zu hören, was doch gut und förderlich in diesen Zeiten ist. Gute Zeiten für Dichter, sie können einmal sagen, sie haben die Zeiten kommen gesehen, bis dahin gibt`s kein leichtes Brot. Sehr gute Zeiten für die Dichter, die dem Zeitgeist frönen. Sind für diese die guten Zeiten um, wird es heißen, das waren die Demagogen, sie waren geistige Brandstifter, wenn sie auch nur das wiedergaben was in ihren Zeiten Tagesgespräch und Lebensform war. Schlechte Zeiten für Dichter, die heute schon mit Humor, Realismus und Bürgernähe sagen, wo die Menschen mit ihren Leitfiguren hinspazieren. Das sind Zeiten, in denen man mit Fingerzeig belegt wird, wenn man einen gesunden Menschenverstand auf die Waagschalen legt. Gute Zeiten für schlechte Nachrichten, schlechte Zeit für eine frohe Botschaft. Drohende Ereignisse folgen, was sollen dann Dichter, Humoristen, Realisten, geschweige denn die kleinen Leute sagen? Schlechte Zeiten und egal wie`s kommt, es könnte ja auch besser werden. Wer im Kern wie eine Fliege um´s Licht kreist, bleibt auf der Straße des Lebens. Gute Zeiten wenn die Chance ergriffen wird, ja wenn selbst die Umkehr nicht als irreal abgetan wird. Zu irgendeiner Zeit werden die Tage ärger als zu Noah`s Tagen werden, dann Gnade Gott dem, der an Gottes Gnade festhält. Noch ist eine Zeit um den Gedanken den Raum zu geben, den sie haben sollen. Noch darf der schlechten Zeit auf`s Maul geschaut werden. Noch ist eine Zeit in der kontrovers diskutiert werden darf, noch kann mit Humor das ernsteste Thema betrachtet werden. Noch ist es Zeit zu sagen, do schau hi, host as gsehn, ih moan so is des. So lang die Zeit sich in einem Umbruch noch nicht selbst überholt hat, sollten Dichter die Welt entdecken und den Himmel nicht vergessen. Ich denke, die Zeit ist geschaffen um die Zeit auszufüllen. Am End stellen wir erstaunt fest, es sind ja wir, die gut oder schlecht diese Zeit anfüllten. Bitte sehr, meine Zeit stelle ich zur Verfügung. Ich versuche es mit Humor, Realismus und der Sicht, die eben ein einfacher Bürger hat. Bitte schön, gute und schlechte Zeiten aus der Sicht eines Cafehausdichters. Roland, a boarischer Dichter