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Phoenix

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V6

[Verse 1] Alle reden vom Phönix, als wär das mit der Asche leicht. Als müsste man nur lange genug brennen, bis man irgendwann wieder steigt. Doch keiner sagt dir, wie lang Feuer dauert, wie viele Nächte man noch zählt, wie oft man morgens wieder aufsteht und sich fragt, wie lange das noch geht. Wann liegt das alles hinter mir? Wann wird aus gestern irgendwann? Wann wach ich auf und merke plötzlich: Es kommt nicht mehr an mich heran? [Pre-Chorus] Wann wird die Wahrheit endlich laut, ohne dass ich sie erklären muss? Wann fällt das, was über mir hing, endlich in sich zusammen? Wann kann ich sagen: Jetzt ist es vorbei. Nicht vielleicht. Nicht irgendwann. Jetzt. [Chorus] Wann komm ich wie ein Phönix aus der Asche? Wann seh ich dieses Feuer nur noch hinter mir? Wann werden aus den offenen Fragen endlich Antworten vor mir? Wann wird wieder alles gut – oder wenigstens wieder meins? Wann steh ich auf aus all der Asche und weiß: Ich hab mich nicht verloren? Und was ist dann mit all den Menschen, die nie an mich geglaubt haben? Stehen sie plötzlich wieder vor mir, wenn sie sehen, dass ich noch da bin? [Verse 2] Es gab genug, die sicher wussten, wie meine Geschichte enden wird. Die aus der Ferne Urteile fällten, ohne einen Tag in meinen Schuhen. Manche gingen einfach leise, manche standen da und sahen zu. Manche wussten alles besser, nur was wirklich war, wussten sie nie. Und ich hab so oft gedacht: Irgendwann liegt alles offen da. Nicht damit jemand kleiner wird, nicht damit einer vor mir steht. Nur einmal diesen Augenblick: Die Wahrheit braucht mich nicht mehr, um für sich selbst zu sprechen. Und vielleicht schau ich dann zurück auf alles, was so riesig war, und merke: Es liegt hinter mir. [Pre-Chorus] Wann kommt der Tag, an dem mein Name nicht mehr neben all dem Alten steht? Wann wird aus Rechtfertigung endlich wieder Leben? Wann muss ich niemandem mehr zeigen, wer ich wirklich bin? [Chorus] Wann komm ich wie ein Phönix aus der Asche? Wann seh ich dieses Feuer nur noch hinter mir? Wann werden aus den offenen Fragen endlich Antworten vor mir? Wann wird wieder alles gut – oder wenigstens wieder meins? Wann steh ich auf aus all der Asche und weiß: Ich hab mich nicht verloren? Und was ist dann mit all den Menschen, die nie an mich geglaubt haben? Stehen sie plötzlich wieder vor mir, wenn sie sehen, dass ich noch da bin? [Verse 3] Vielleicht wird gar nicht alles gut. Vielleicht ist das die falsche Frage. Vielleicht bleiben ein paar Narben, auch an meinen besten Tagen. Vielleicht wird Wahrheit nicht gefeiert. Vielleicht kommt keiner und sagt: „Wir lagen falsch.“ Vielleicht gibt es keinen großen Moment, keinen Applaus, kein letztes Wort. Vielleicht merk ich irgendwann nur: Ich denk nicht mehr jeden Morgen dran. Mein Lachen klingt wieder nach mir. Ich plane weiter als bis morgen. Und irgendwo zwischen ganz normalen Tagen hat die Asche aufgehört, mein Zuhause zu sein. [Bridge] Und die, die nicht an mich geglaubt haben? Was mach ich dann mit euch? Lass ich euch wieder näher? Will ich überhaupt noch, dass ihr mich versteht? Vielleicht liegt genau darin die Antwort: Ich muss euch nichts mehr beweisen. Nicht meinen Schmerz. Nicht meine Wahrheit. Nicht, wie schwer der Weg hierher war. Vielleicht bedeutet Auferstehen nicht, dass irgendwann alle meine Geschichte verstehen. Vielleicht bedeutet es, dass ich wieder nach vorne sehe, ohne mich ständig umzudrehen. [Build] Vielleicht wachsen Flügel nicht in einem großen Augenblick. Vielleicht wachsen sie jedes Mal, wenn ich trotzdem weitergeh. Jedes Mal, wenn ich wieder plane. Wieder liebe. Wieder lache. Wieder etwas will. Vielleicht steh ich längst mitten in der Asche auf und hab es nur noch nicht bemerkt. [Final Chorus] Vielleicht komm ich gerade wie ein Phönix aus der Asche. Nicht morgen. Nicht irgendwann. Vielleicht längst Stück für Stück. Die Wahrheit wird ihren Weg schon finden, ich muss sie nicht für immer tragen. Und was einmal alles war, wird irgendwann nur noch gewesen sein. Und all die Menschen, die nie an mich geglaubt haben – vielleicht braucht es darauf gar keine Antwort mehr. Ihr müsst nicht plötzlich verstehen, was ihr damals nicht gesehen habt. Denn wenn ich irgendwann fliege, dann nicht, damit jemand nach oben schaut. Ich fliege, weil ich endlich wieder weiß, wohin ich will. [Outro] Wann kommt der Phönix? Vielleicht ist er schon da. Noch Asche auf den Flügeln, noch Spuren vom Feuer. Aber er steht. Und irgendwann fliegt er.