
Strophe 1) Tief begraben im eisigen Schlamm, Wir ziehen als eiserner, mächtiger Stamm. Durchs Filstal hinauf, wo der Ostwind uns peitscht, Wo Hunger und Krankheit unsre leiber entfleischt, Mein Karren ist schwer von der Last und vom Leid, In Nebel gehüllt ist das Amberger Kleid. Kein Feuer, kein Licht, nur der Frost in der Brust, Ein Marsch ohne Ende, voll Schmerz und Verlust. (Refrain) O Amberg, steh fest! Durch Eis und durch Blut, In unseren Adern brennt lodernd die Glut! Wenn die Trommel erschallt und das Banner erwacht, Sind wir die Herrscher in eisiger Nacht. Vivat Victoria! Der Sieg ist der Wein, Das Gold und die Ehre – sie sollen uns sein! Von der Fils bis zum Feld, durch den Schnee, durch die Not, Wir trotzen dem Teufel, wir spotten dem Tod! (Strophe 2) Ich reiche den Becher, ich reiche den Mut, Verkaufe den Schnaps für die lodernde Wut. Die Finger erfroren, die Lippen gespalten, Wir sind die Verdammten, die die Stellung halten. Doch blick’ in die Ferne, wo feindlich es blitzt, Wo bald schon das Eisen im Fleische uns sitzt. Ertrage die Kälte, ertrage die Pein, Denn bald wird der Himmel aus Feuer uns sein! (Strophe 3) Dann bricht das Gewitter! Das Horn ruft zur Schlacht! Die Stadtwach von Amberg entfesselt die Macht! Wo eben noch Elend und Hunger uns band, Greift jetzt die Gier mit der eisernen Hand. Wir stürmen die Mauern, wir brechen das Tor, Ein Schrei aus zehntausend Kehlen empor! Der Feind sinkt in Trümmer, die Plünderung beginnt, Wir holen uns alles, was man sich entsinnt! (Strophe 4) In Samt und in Seide, in glitzerndem Gold, Hat sich das Schicksal uns endlich entrollt. Die häuser geplündert und die Fässer geleert, Das ist es, was uns auf den Märschen ernährt! Vom Hunger zum Prunk, von der Kälte zum Wein, Heut’ wird uns die Welt eine Beute nur sein. Wir lachen dem Winter ins bleiche Gesicht, Im Glanze der Beute braucht niemand ein Licht! (Refrain) O wache, steh fest! Durch Eis und durch Blut, In unseren Adern brennt lodernd die Glut! Wenn die Trommel erschallt und das Banner erwacht, Sind wir die Herrscher in eisiger Nacht. Vivat Victoria! Der Sieg ist der Wein, Das Gold und die Ehre – sie sollen uns sein! Von der Fils bis zum Feld, durch den Schnee, durch die Not, Wir trotzen dem Teufel, wir spotten dem Tod! (Outro) Das Rad dreht sich weiter, der Morgen ist nah, Wir ziehen dorthin, wo noch niemand uns sah. Stadtwache – wir bleib’n an der Macht, Mit dem Gold in der Tasche und dem Sieg in der Nacht. Vivat Amberg! Vivat Victoria

