Zart legt sich Abendgold auf müde Hand  Die Peitsche summt und webt ihr erstes leises Lied  Ein sound der sacht ins tiefe Schweigen zieht  Verliert den Takt im weichen Abendland  Beim Streicheln öffnet sich  Ein heimlich herrlich Tor  Es flutet durch die Brust  Ein warmer flüchtig Hauch  Die Haut empfängt ein Funkeln  Mit bebend zuckend' Bauch  All deine Finger lauschen  Mit tausendfachem Ohr  Meist nimmt einschneidend' Wendung  Wie fester harter Biss  Ein Schwingen trifft dich blind  Zerreißt den kurzen Frieden. Der Körper glaubt dem Schlag  Die Stunde wird zum Riss  Weil plötzlich Nähe fort  Sie weicht dem kalten Nichts  Bei Tränen auf den Wangen  Stellt sich nur eine Frage  Wer hält die Hand die trifft?  Wer webt dies rauhe Spiel? Du suchst im fremden Blick  Und oft erkennt dich dein Profil  Im Spiegel kehrt das Bild zurück  Erkennt dich ohne Klage  Zuerst kannst du's nicht fassen  Willst alles dies nicht glauben  Doch tiefer wohnt ein Schatten  Stumm in dem innern Kern  Es ist ein Teil von dir  Verborgen nun als schwarzer Stern  Und langsam dämmert es in dir  Wer diese Peitsche lenkt  Jetzt hörst dein eig'nes Schnauben  Du suchst den Übeltäter  Auf fernem kalten Feld  Doch jede Spur ist wertlos dir Es ist nur billig' Tand Du fühlst den Griff  Die Kraft die ziehet  Du spürst die eigne Hand   Und Schuld wie rostig Eisen  Liegt schwer auf deiner Welt  Das Dunkel wächst  Dir schwindet Mut und formet Nacht  Die Peitsche singt dir Lieder  Du wirst versteh'n es ist kein Scherz  Es bleibt kein wortlos Traum  Empfindung ist und bleibet Schmerz  Am Morgen ist gebrochen dann  zerstörerische Macht