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Isarpreißn - 06.07.2000

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Isarpreißn An der Isar liegt München, gar nicht weit davon in der Maistraße ich geboren bin. Mein holdes Minnilein kommt da her, wo der Inn seine Schleifen zieht, aus Soyen neben Wasserburg. Geboren is mei Minni in Haag, auch ned weit vom Inn. Und jetzt wohn ma gemeinsam zwischen Isar und Amper, den Schleißheimer Kanal zähl ich nicht. Was wollte ich eigentlich zur Aussage bringen? Richtig, ich hab eine Familie der Isarpreißn. Minni und Kinder sind waschechte Bayern, meine Kinder sind in der Nähe vom Königsplatz geboren, Haas-Klinik hat der Ort der Niederkunft geheißen. Wuide Hosn sinds. Ich wollte sagen, von mir habens das nicht. Tschüss und ne, die Kinder hauen nur so umanander mit den Wortlauten der Nord- bis Mitteldeutschen. Und Minni erst, die stellt, wenns telefoniert, alle Kinder miteinander in den Schatten. Ich wasche meine Hände in Unschuld, von mir habens das nicht. Neulich sog ich wie eigentlich immer, pfirt euch, plärrt mir einer meiner Isarpreißn hinterher, pfürt di, das hört sich ja an, Papa. Ja Kinder, mit wos seids ihr aufgwachsen? D`Mama wenn mit jemandem spricht, der nicht eindeutig bayerisch spricht, drehts auf isarpreußisch um, entsetzlich. Was ich leide kann man sich denken. Wenn ich angerufen werd, hör ich oft, sagen sie bitte noch was auf Bayerisch. Verstehn tuns mich schon, weil das Isarmetropolen-Bayerisch ist ja auch schon so flach, dass selbst ein grob gradredender Deutscher versteht. Bei mir daheim könnens reden, wies wollen, ich sag da nix, ah wenn ih manchmal mein, mir die Ohren zuhalten zu müssen. Diese Isarpreißn, eigentlich ist die Minni no schlimmer, sie ist eine Innpreißin. Vielleicht ists ja auch in, tschüss zu sagen, ih sag servus oder pfirt di.