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Weg mit den Proleten - 02.10.2004

Weg mit den Proleten Mein Gott, weg mit den Proleten, runter von den Straßen, weg aus den Urlaubsorten! Es wird Zeit für teurere Zeiten, dass man sich als Wohlhabender, und ich bin wirklich bescheiden, sehr bescheiden, das gehört gesagt, wieder freier bewegen kann. Überall diese Proleten, früher bist halt weit weg geflogen und hast deine Ruhe gehabt, aber heute, diese Provinzzuchtln triffst überall an. Darum gehört ein Urlaub wieder so verteuert, dass das ungefähr so zugeht wie auf den Autobahnen. Wie ich mir des vorstellen tät? Runter mit den Proleten von der Autobahn, raus, aus die Flieger. Das hat doch auch was mit Niveau zu tun. Da kommst in irgendeinem Busch an und sonst ist man mit „Mister aus Germany“ begrüsst worden, unser Name war doch einer. Aber seit alle Proleten durch die Welt trampeln, heißt`s Baller baller, furchtbar, People from Germany, crazy crazy. Wir nicht, wir sind für ordentliche Steuern die wieder Klarheit schaffen, wer sich was zu leisten hat. Wenn ich sage, multikulti, dann will ich das wieder ungestört genießen, ohne diese Einheimischen. Nein, ich meine nicht die dortigen Einheimischen, die unsrigen meine ich. Überhaupt sollten unsere Einheimischen wieder täglich wie lebenslänglich deutlich länger arbeiten, dann würde denen schon der Spaß vergehn. Das Problem hat die Politik ja jetzt erkannt und geht dieses auch konsequent an. Steuern kann man das nur richtig besteuert, so zieht man diese Proleten aus den Läden. Ah ja, wenn man früher in einer Boutique mal unter sich war, kommen heute diese schmalspurigen Proleten auch noch rein, aber das ändert sich jetzt recht bald. Wo kommen wir denn hin, wenn das so weitergeht? Alle müssen begreifen, alle haben sich eben nicht alles zu leisten. Wie schon gesagt, freie Autobahnen für freie Reiche, aber bescheiden sind wir, das dürfen Sie mir glauben. Werden Sie erst einmal wohlhabend! Ich habe ja nichts dagegen, wenn mal einer reich wird, aber doch nicht die Masse, so geht`s doch nicht. Das ist wie..., wie…, ach ja, mögen Sie beim Doktor stundenlang warten? Aber doch nicht als privilegierter Privatpatient, da muss man noch eine Lösung finden. Lasst doch die Leute bloß nicht in die privaten Kassen, das ist schlecht für unsereins, diese Proleten hätte man sonst schon wieder direkt am Buckel. Also, ich sag`s Ihnen, wenn ich in einem Jahr meinen neuen Zwölfzylinder kriege, hoffe ich doch schwer, dass wir steuerlich schon weiter sind. Mein Gott, weg mit den Proleten, der Wagen läuft doch dreihundert Stunden Kilometer, aber halt nur ungestört.