
Kessel der Jugend
[Intro] [Sound: Langsame, leicht schräge Akustikgitarre, Wind heult. Schritte im Laub, gefolgt von einem tiefen, mystischen Synthie-Akkord] [Male, gesprochen, verwirrt, nicht lallend] Der Pfad war weg, der Mond versteckt. Die Bäume atmen kalt... Ich bin wirklich allein. [Verse 1 – Mann] [Male Vocals, unsicher, leicht schwankend] Die Kneipe war so hell, der Weg von dort so klar, Doch nach der vierten Runde war nichts mehr, wie es war. Ein falscher Abzweig, nur der Wald, die Dunkelheit ist dicht, Ich stolperte ziellos durchs verwirrende Licht. Nach Stunden kam die Stille, dann sah ich dort ein Haus, Ein alter Holzbau, der lockte mich heraus Aus Angst und Kälte, ich klopfte zaghaft an die Tür. Ich dachte: "Heute Nacht entkomme ich dem Irrtum hier." [Chorus 1 – Frau] [old Female Vocals, verführerisch, langgezogen] [Synthies und schneller Beat setzen ein] Tritt näher, Wanderer, verlier den letzten Halt! Mein Feuer brennt für dich, die Nacht ist kalt. Dein Kompass zeigt verrückt, doch folge nur dem Schein, Ein Platz ist frei, mein Schatz, hier darfst du bei mir sein. Hör nicht auf deinen Kopf, der Alkohol ist süß, Komm an den Rand des Kessels, fühl die böse Lieb'! Komm an den Rand des Kessels, fühl die böse Lieb'! [Verse 2 – Mann] [Male Vocals, verwirrt, aber fasziniert] Mein Schädel dreht sich schnell, ich schwör', ich muss jetzt geh'n, Doch ihre Augen binden mich, ich kann ihr nicht widersteh'n. Sie lächelt, alt und jung zugleich, ihr Blick ist hypnotisch, Der Kessel brodelt heiß, ihr Duft macht mich chaotisch. Ist es der Fusel noch, der meinen Willen bricht? Oder diese Hexe selbst, die durch mein Blut spricht? Sie streckt die Hand mir hin, die Stimme wie Sirenenklang. Ich merke, dieses Ende wird sehr, sehr lang. [Chorus 2 – Frau] [Female Vocals, leicht dominant, dunklerer Ton] [Beat wird härter, dröhnender Bass] Dein Widerstand ist unnötig, er ist schon fast vorbei. Du bist mein Gast und mein Gewinn, meine Beute Nummer drei. Ich brauche deinen Atem, dein Glück und deine Kraft, Du gibst mir deine Zeit, denn das hat Spaß gemacht. Komm an den Rand des Kessels, schau hinein, ganz tief, Du bist ein Opfer, das mir meine Schönheit gibt! [Verse 3 – Mann] [Male Vocals, Verzweiflung, die Musik wird unheimlicher] Sie lockt mich dichter ran, der Dampf brennt auf der Haut, Ich spüre eine Kälte, die ich vorher nie geklaut Hab' aus der dunklen Nacht – sie raubt mir meinen Mut. Ich seh' ihr böses Lächeln, ich seh' mein eigenes Blut. Ich versuch' zu schreien, doch mein Mund ist wie versperrt, Der letzte klare Gedanke: Ich bin hier nichts mehr wert. Ich stehe vor dem Kessel, sie fasst mich an der Hand. [Bridge – Frau] [young Female Vocals, okkult, flüsternd, unheimlicher Gesang, die Musik baut sich mystisch auf] Hör auf, deinen Körper festzuhalten! Gib mir, was du bist! [Spitzer, höherer Ton] Sieh zu, wie ich erblüh'! Spürst du, wie dein Leben zerrinnt? Dein Lebenslicht, es wandert! Ich bin die Jugend, die beginnt! [Flüsternd] Ich nehm's mir einfach...Mein Kind [Kichern] [Verse 4 – Mann] [Male Vocals, fast ein Keuchen, der Beat bricht fast weg] Es sch meine Kraft, ich fühle mich so leer, Ich sehe, wie ihr Antlitz sich verwandelt, jung und hehr. Sie ist jetzt wunderschön, mit meinen jungen Jahren. Ich atme noch einmal, dann kann ich nichts mehr klären. Es wird ganz schwarz um mich, die Füße werden taub, Ich sinke in den Knie, werde zu kaltem Staub. [Schlussteil] [Sound: Ein langgezogenes, böses Frauenlachen, das immer jünger und heller klingt, hallt nach] [Female Vocals, gesprochen, jung und triumphierend] Danke für die Ewigkeit, du Narr! [Female Vocals, gesprochen, jung und triumphierend] Danke für die Ewigkeit, du Narr!

