
Ambivalent
[Verse 1] Ein Wald aus Glas, ein Feld aus Gier, Ich stehe nackt im Jetzt und Hier. Zehntausend Pfade, glatt und rein, Ich will sie alle, will sie sein. Das Licht ist bleich, die Luft ist dünn, Ich weiß nicht mehr, wer ich noch bin. Ein Tier, das vor dem Futter bricht, Weil es die eine Wahl nicht spricht. [Chorus] Der Zwang der Wahl lässt mich erstarren, In tausend Träumen festzukarren. Ein Schrei nach „Mehr“, ein Ruf nach „Besser“, Am Hals das kalte Auswahlmesser. Wahlzwangsstarre. Mein Henker. Wahlzwangsstarre. Mein Gott. [Verse 2] Der Finger zittert auf dem Glas, Ich suche Gold und finde Gas. Die Freiheit ist ein schweres Blei, Macht mich nicht froh, macht mich nicht frei. Das Bessere ist des Guten Feind, Ich warte, bis die Sonne weint. Der Beton der Optionen fließt, Bis er mein Herz für immer schließt. [Bridge] Kauen. Schlucken. Wieder ausspucken. Ich fresse die Zeit. Die Zeit frisst mich. Erstarrung. [Chorus] Der Zwang der Wahl lässt mich erstarren, In tausend Träumen festzukarren. Ein Schrei nach „Mehr“, ein Ruf nach „Besser“, Am Hals das kalte Auswahlmesser. Wahlzwangsstarre. Mein Henker. Wahlzwangsstarre. Mein Gott. [Outro] Alles offen. Nichts getan. Am Ende steht Der Auswahlwahn. © by JF April 2026

