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Hundert Fenster [STTZ Challenge Wall]

V5.5

♩♪♫♬ ¸¸.•*¨*•♫♪¸¸.•*¨*•♫♪♩♪♫♬ ¸¸.•*¨*•♫♪¸¸.•*¨*•♫♪ Beyond the Image - Challenge Wall Betrachte ein Bild und schreibe ein Lied. Jemand anderes betrachtet das selbe Bild und es entsteht ein ganz anderes Lied. Denn wir haben alle einen anderen Blickwinkel auf die Dinge des Lebens. Geprägt durch Erfahrungen, Erziehung und Erlebtes. Schaue mit... Beyond the Image... Dieses ist meine Interpretation ⊱✿ ✿⊰ ♩♪♫♬ ¸¸.•*¨*•♫♪¸¸.•*¨*•♫♪♩♪♫♬ ¸¸.•*¨*•♫♪¸¸.•*¨*•♫♪ [Strophe 1] Gegenüber brennt noch Licht im achten Stock, einer kocht, einer küsst, einer hängt vorm Fernseher. Zwei Gläser stehen draußen auf dem Balkon, irgendwer kommt nach Hause, irgendwer wartet schon. Unten zieht die Straßenbahn ihre Runde, Ampel rot, Ampel grün. Die ganze Stadt hat offenbar Termine, nur ich sitz hier oben und hab meinen verloren. Ich kenn euch nicht, doch ich seh euch jeden Abend. Seh eure Küchen, eure Pflanzen, euren Streit. Einer macht das Fenster zu. Eine schließt die Vorhänge. Und ich frag mich, wie es ist, wenn man dazugehört. [Pre-Refrain] Tausend Menschen auf ein paar Quadratkilometern, Wand an Wand und trotzdem viel zu weit entfernt. Man kann mitten in der Menge verschwinden. Keiner merkt es. Keiner weiß es. [Refrain] Hundert Fenster gegenüber, hundertmal ein kleines Leben. Hundert Türen, die sich öffnen, wenn da draußen Schritte sind. Hundert Fenster gegenüber – und nicht eins davon gehört zu mir. Ich seh die ganze Stadt nach Hause kommen. Nur ich weiß nicht, wo mein Zuhause ist. [Strophe 2] Da oben räumt einer Teller in die Spüle, zwei Etagen tiefer streitet sich ein Paar. Links schläft wahrscheinlich schon ein Kind, weil seit zehn Minuten nur noch das Nachtlicht brennt. Komisch, was man alles sehen kann und trotzdem überhaupt nichts weiß. Vielleicht ist hinter manchen dieser Scheiben genauso viel kaputt wie hier bei mir. Aber wenigstens ruft dort jemand: „Mach die Tür zu, es zieht.“ Wenigstens fragt jemand: „Kommst du mit ins Bett?“ So kleine Sätze. Völlig nebensächlich. Bis keiner mehr da ist, der sie zu einem sagt. [Pre-Refrain] Tausend Menschen auf ein paar Quadratkilometern, jeder trägt sein eigenes Gewicht. Vielleicht schaut gerade irgendwo da drüben auch jemand her und sieht mich nicht. [Refrain] Hundert Fenster gegenüber, hundertmal ein kleines Leben. Hundert Türen, die sich öffnen, wenn da draußen Schritte sind. Hundert Fenster gegenüber – und nicht eins davon gehört zu mir. Ich seh die ganze Stadt nach Hause kommen. Nur ich weiß nicht, wo mein Zuhause ist. [Bridge] Und unten fährt noch immer dieser Bus. Natürlich fährt er. Warum sollte er auch stehen bleiben? Die Bäckerei macht morgen wieder auf. Der Müll wird abgeholt. Die Nachbarn geh’n zur Arbeit. Irgendwer kauft Blumen. Irgendwer verliebt sich. Irgendwer sagt: „Bis später.“ Bis später. Was für ein verdammt schöner Satz, wenn man weiß, dass jemand wiederkommt. [Refrain] Hundert Fenster gegenüber, jetzt geht ein Licht nach dem andern aus. Hundert kleine fremde Leben ziehen sich für heute aus der Welt zurück. Und ich sitz noch immer hier mit dieser Stadt vor meinem Gesicht. Ich brauch nicht hundert offene Türen. Nur eine. Nur einen Menschen, der noch wach ist und sich fragt, wo ich wohl bin. Nur einen, der merkt: Ich bin nicht da. [Outro] Gegenüber geht das letzte Licht aus. Meins brennt noch.