[Intro] Manchmal glaube ich, ich hätte ihn im Griff. Ich kenne seine Wege. Ich kenne seinen Hunger. Zumindest dachte ich das. [Verse 1] Du hast mich lange genug hinter deinen Regeln versteckt. Hast jeden Gedanken gewogen, jeden Instinkt weggedrückt. Du hast aus Grenzen Vernunft gemacht, aus Vorsicht ein Gesetz. Doch ich hab jede Grenze geprüft und jede Schwachstelle entdeckt. Ich musste gar nicht kämpfen. Ich musste nur verstehen, wie sicher du dich fühlst. Und wie brüchig diese Sicherheit ist. [Pre-Chorus] Ich riech die Nacht. Ich spür den Raum. Ich hör den Puls tief unter der Haut. Kein Schritt zurück. Die Leine fällt. Jetzt gehöre ich mir. [Chorus] Wenn die Leine fällt, nehm ich mir die Welt, lauf dahin, wo es mir gefällt. Keine Hand hält mich zurück, keine Grenze macht mich klein. Was ich will, entscheide ich – und kein Käfig sperrt mich ein. Wenn die Leine fällt, wird aus Wollen Wirklichkeit. Ich brauch niemanden, der bestimmt, wann ich dafür bereit bin. Ich bin bereit. [Post-Chorus] Weiter. Immer weiter. Keine Leine. Kein Zurück. [Verse 2] Ich stürme nicht blind nach vorne. Dafür kenn ich Menschen zu gut. Ein Blick sagt mir, was du suchst. Ein Zögern, was du scheust. Ein Lächeln reicht, und du glaubst, du könntest mir vertraun. Du glaubst, du hast selbst entschieden. Vielleicht hast du das sogar. Vielleicht wollte ich nur, dass du genau das glaubst. Ich kann warten. Ich kann locken. Ich kann freundlich vor dir stehn. Und während du noch überlegst, hab ich längst verstanden, wohin du gehst. [Pre-Chorus] Mein Atem schneller. Mein Blick ganz klar. Die Welt liegt offen. Zum Greifen nah. Kein Schritt zurück. Die Leine liegt schon hinter mir. [Chorus] Wenn die Leine fällt, nehm ich mir die Welt, lauf dahin, wo es mir gefällt. Keine Hand hält mich zurück, keine Grenze macht mich klein. Was ich will, entscheide ich – und kein Käfig sperrt mich ein. Wenn die Leine fällt, wird aus Wollen Wirklichkeit. Ich brauch niemanden, der bestimmt, wann ich dafür bereit bin. Ich bin bereit. [Verse 3] Du hörst mir immer noch zu. Schön. Ich hab mich schon gefragt, wann du bemerkst, dass ich längst mit dir rede. Du sitzt dort ganz vernünftig. Sicher. Ordentlich. Beherrscht. Und trotzdem bist du geblieben. Warum? Hat dich etwas erschreckt? Oder gefällt dir nur, wie Freiheit klingt, wenn keiner mehr um Erlaubnis fragt? Keine Sorge. Ich verlange nichts von dir. Ich zeige dir nur, was außerhalb des Käfigs liegt. Ob du mir folgst? Das entscheidest selbstverständlich ganz alleine du. Nicht wahr? [Verse 4] Ich brauch kein fremdes Königreich. Ich brauch auch keinen Thron. Kein fremdes Wort, kein altes Recht bestimmt, wohin ich geh. Mein Reich beginnt bei jedem Schritt, den ich aus eigenem Willen geh. Bei jedem Nein, das endlich gilt. Bei jedem Ja, das ich selber wähl. Ich darf begehren. Ich darf verwerfen. Ich darf lieben. Ich darf hassen. Und wenn ich dieser Welt nicht pass? Dann werd ich mich nicht passend machen. Ich nehm mir meinen Platz und zieh die Grenzen neu. Ich such mir meinen Weg. Und wenn dort keiner ist – dann mach ich einen. [Pre-Chorus] Zähne zeigen. Augen auf. Herz schlägt schneller. Ich nehm Anlauf. Keine Leine. Keine Pflicht. Ich geh ins Dunkel – und fürchte es nicht. [Final Chorus] Wenn die Leine fällt, nehm ich mir die Welt, lauf dahin, wo es mir gefällt. Keine Hand hält mich zurück, keine Grenze macht mich klein. Was ich will, entscheide ich – und kein Käfig sperrt mich ein. Wenn die Leine fällt, wird aus Wollen Wirklichkeit. Ich brauch niemanden, der bestimmt, wann ich dafür bereit bin. Ich war bereit, lange bevor überhaupt jemand merkte, dass ich frei bin. [Outro] Und wer entscheidet, was ich darf? Ich. Du hörst noch zu? Gut.