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Bloß nicht

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V6

[Verse] Wir trafen uns zum ersten Mal, und sofort war Liebe da, so stark, so vollkommen, ganz unmittelbar. Sie kam ganz ohne Vorwarnung, doch es war klar, dass diese Liebe von Anfang an besonders stark war. Wir kannten uns nicht und dennoch, so ad hoc wie das Gefühl begann, fühlte es sich von Anfang an richtig an. [Pre-Chorus] So stark, dass es fast erschreckt, so schön, dass es Zweifel weckt. [Chorus] Bloß nicht ich will mich nicht darin verlieren, ich will nicht wieder alles riskieren. Bloß nicht glauben, bloß nicht hoffen, dass so etwas für immer bleibt, weil niemand weiß, was die Zukunft schreibt. Bloß nicht zu viel fühlen, bloß nicht zu viel geben, nicht alles setzen auf ein gemeinsames Leben. Zu stark, zu schön, zu nah, unheimlich wunderbar. Bloß nicht... Bloß nicht... [Verse] Wir hatten beide schon erlebt, wie sehr Enttäuschung schmerzt, wie schnell man etwas glaubt und später daran zerbricht. Wir wollten beide keine neuen Verluste mehr erleben, und wollten dieser Liebe deshalb keinen Raum geben. Auch aus Angst, uns selbst darin zu verlieren, und irgendwann dem anderen nicht mehr zu genügen. Je stärker dieses Gefühl in uns beiden wird, desto mehr stemmten wir uns dagegen, dass überhaupt etwas passiert. [Pre-Chorus] Wir wollen uns vor neuem Schmerz schützen, doch gegen dieses Gefühl scheint es nichts zu nützen. [Chorus] Bloß nicht, wir kennen noch zu gut den Schmerz vom letzten Mal, nicht erneut vertrauen, weil blindes Vertrauen schon immer riskant war. Bloß nicht wieder hoffen, nur um zu erkennen, dass womöglich am Ende etwas fehlt, auch wenn das Verleugnen der Gefühle uns quält. Bloß nicht zugeben, was bereits jeder um uns sieht, bloß nicht nachgeben, obwohl mich alles zu dir zieht. Zu stark, zu schön, zu nah, unheimlich wunderbar. Bloß nicht... Bloß nicht... Wir halten fest an unserem Nein, doch werden dadurch nicht glücklicher sein. Bloß nicht. [Verse] Wir werden unzufriedener, je länger wir uns wehren, und merken, dass wir uns damit nur selbst beschweren. Jeder Versuch, das Gefühl zu vermeiden, lässt uns nur noch mehr leiden. Wir wollten Kontrolle, doch so sind wir auch nicht frei, jetzt kontrollieren wir nur Widerstand und verlieren dabei. Ständig gegen Gefühle anzukämpfen, macht nur kaputt, und es raubt jeglichen Mut. [Bridge] Je länger wir uns wehren, desto weniger bleibt von uns, wir suchen einen Ausweg und drehen uns nur im Kreis. Vielleicht ist jetzt der Punkt, an dem man wagen muss, vielleicht ist das fürs Glück der Preis. [Final Chorus] Bloß nicht mehr länger wehren, keine Gefühle mehr entbehren. Bloß nicht, versuchen, alles zu verstehen, bloß nicht mehr länger selbst im Wege stehen. Bloß nicht alles hinterfragen, einfach offen sein und wagen! [Outro] Ab heute zählt nur der Verzicht... der Verzicht auf "bloß nicht". [Fade Out] Bloß nicht... Bloß nicht... Bloß nicht...