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Im Nebel vor der Nacht

Intro [deep male voice, slow, echoing] Der Winter hält den Atem an, der Mond erstickt im grauen Kleid. Kein Stern, kein Weg, kein Morgenlicht – nur Nebel… und die Zeit vergeht hier nicht. [Children's choir, whispering, unisono] Komm nicht nah… bleib nicht steh’n… Strophe 1 [deep, strong male vocals] Wenn Nebel fällt zur Winterzeit, so dicht, dass selbst die Hand verschwind’t, wenn jede Richtung fremd dir scheint und selbst dein Herz vor Kälte spinnt. Dann halte inne, horche still, denn dieser Dunst ist nicht nur leer – im Atemfrost der Mitternacht wohnt mehr, als Mensch ertragen kann. Refrain 1 [Children's choir, quiet, dissonant] Im Nebel wohnen Wintergeister, kalt wie Grab und alt wie Zeit. Sie trinken Wärme, stehlen Leben, ob junges Kind, ob Greis bereit. Lauf nicht fort, sie hören dich, sie flüstern schon deinen Namen. Strophe 2 [Male voice, deeper, more urgent] Sie kriechen lautlos durch die Nacht, kein Schatten folgt, kein Schritt verrät. Die Haut wird taub, der Atem flach, bis selbst der Schmerz vor Frost vergeht. Sie küssen dich mit Eis und Tod, sie lieben nur, was langsam stirbt, und lassen leere Hüllen steh’n im Schnee, der rot zu schimmern beginnt. Refrain 2 / Brücke [Children's choir, rhythmic, almost like a false lullaby] Schlaf nun ein, schlaf nun ein, die Kälte wird dein Freund bald sein. Halt still, halt aus, es tut nicht weh – der Nebel nimmt dich mit auf See. Strophe 3 [dark strong Male voice, threatening crescendo] Doch hörst du tief im weißen Nichts ein hohles, krankes „Ho… Ho… Ho…“, dann weißt du: Lauf – doch es ist sinnlos, denn ER steht schon vor deiner Tür. Santas Bruder, schwarz verflucht, verbannt aus Licht und Glockenklang, weil er statt Freude, statt Erlösung nur Schrecken säte, lebenslang. Refrain 3 [Children's choir + male voice, alternating] [Children's choir] Ho Ho Ho… so kalt, so leer… [male vocals] Er bringt dir nichts, er nimmt nur mehr. [Children's choir] Ho Ho Ho… hörst du ihn nah? (Both) Dann bist du längst nicht mehr da. Strophe 4 [Male voice] Er spuckt den Fluch in dichten Dunst, fängt Seelen ein in rotem Schein, verpackt sie still in falsche Pracht, Geschenke, die nur Schreie sein. Auf jedem Band liegt altes Leid, in jeder Schleife fault die Zeit, wer einmal in den Kisten liegt, wird Teil der Nacht, für Ewigkeit. Schlussteil – Warnung [Male voice, slow, insistent / Children's choir whispering in the background] Drum sei gewarnt, wenn Nebel bricht, zur Winterzeit, kurz vor dem Fest. Geh schnell nach Haus, verriegle dich, bevor der Frost dich finden lässt. Bleib nicht zurück, schau nicht hinaus – sonst holen sie dich, Scherge und Graus. [Children's choir, whispering, fading away] Er kommt… Er kommt… Ho… Ho… Ho…