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Wir waren noch Kinder (Radioversion)

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V5.5

[Vers 1] Wir waren noch Kinder mit blutigen Knien, mit tausend Ideen und großen Fantasien. Die Welt war nicht größer als Wald und als Feld, doch für uns war sie damals die ganze Welt. Stubenarrest war die schlimmste Strafe, Hausaufgaben machen, bevor die Schule begann. Am Nachmittag traf man sich irgendwo, auf Wiesen, am Wasser, im Park sowieso. [Pre-Chorus] Kein Display, das uns zusammen brachte, kein Chat, der unsere Freundschaft machte. Ein Ruf durchs Fenster, ein Klingeln am Tor und schon standen die Freunde davor. [Chorus] Wir waren noch Kinder in friedlicher Zeit, die Zukunft schien offen und endlos weit. Man sagte uns: „Träumt!“ – und wir glaubten daran, auch wenn nicht jeder Traum gelingen kann. Wir haben gelernt, geliebt und gelacht, haben aus kleinen Dingen Großes gemacht. Und manchmal frag ich mich still im Wind, wo diese herrliche Zeit geblieben ist. [Vers 2] Disco in der Schule, heimlich rauchen hinterm Haus, manchmal flog man auf, doch das hielt uns nicht auf. Im Schulgarten lernten wir Stück für Stück, dass Arbeit zum Leben gehört und zum Glück. Wir halfen den Alten beim Weg über die Straße, standen im Bus auf, ganz ohne große Phrase. Gläser, Papier und Kleidung gesammelt für Geld, so haben wir damals die Welt kennengelernt. [Bridge] Man versuchte uns Zukunft und Hoffnung zu zeigen, Träume zum Himmel emporzutreiben. Und selbst wenn ein Ziel unerreicht blieb, gab es immer noch einen anderen Weg. Heute scheint manches weiter entfernt, als hätten wir unterwegs etwas verlernt. Ich kann diesen Wandel nicht ganz verstehen, doch die Zeit wird ihren eigenen Weg gehen. [Final Chorus] Wir waren noch Kinder in friedlicher Zeit, die Zukunft schien offen und endlos weit. Die Welt dreht sich weiter, das muss wohl so sein, ein Stück von damals trag ich noch in mir allein. Wir haben gelernt, geliebt und verloren, Erinnerungen, die niemals erfrieren. Und wenn die Zukunft nach Veränderung schreit, denk ich zurück an diese Kinderzeit.