
Es gibt so wunderliebliche Geschichten, Die bald von Engeln, bald von Feen berichten, In deren Schutz wir Menschenkinder stehn. Man will so gern den Worten Glauben schenken Und tief in ihren Zauber sich versenken, Denn Gottes Odem fühlt man daraus wehn. So ist's in meiner Kindheit mir ergangen, In welcher oft ich mit erregten Wangen Auf solcherlei Erzählungen gelauscht, Dann hat der Traum die magischen Gestalten In stiller Nacht mir lebend vorgehalten, Und ihre Flügel haben mich umrauscht. Fragt auch der Zweifler, ob's im Erdenleben Wohl könne körperlose Wesen geben, Die für die Sinne unerreichbar sind, Ich will die Jugendbilder mir erhalten Und glaub an Gottes unerforschlich Walten Wie ich's vertrauensvoll geglaubt als Kind.

