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Politikertrost - 17.10.2001

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Politikertrost Was jetzt ein Minister über de Münchner sogt, oder vielleicht hod er doch nur so ganz bestimmte gmoant, juckt mi ned grod recht sonderlich. Wenn der Herr Minister über die Bussi-Gsellschaft gredt hod, nacha muass ih song, blättern sie in meinen Seiten Tage vor den Ministerausspruch zuruck, da ist mir nämlich das selbe hochgestoßen. Der Münchner einige, wie gesagt könnt er gmeint haben, sind sehr lange schon im kulturellen und sozialen Schläfchen. Aber so ist es eben, ma verstehts hoid wia ma mog und wies halt ins politische Mittel passt. Lieber Herr Minister, könnten Sie sich nicht auf eine Kirchenkanzel stellen und so ungefähr die selben Worte dort zum besten geben. Selbst der dortig zu erwartenden Kritik zum Trotz, es würd die selben Schläfer kalt dawischen. Heut nennt ma des Political Correctness, wenn ma vui sogt, wenig Meinung hod, überall dabei is, sehr kritisch im Sinne der gewünschten vorgefassten gedurften Aussagen is. Wenn dann einer sich traut, mal wirklich einen Anstoß zu geben, pfeiffen und bellen all diese, denen sonst die so einfachen Münchner gar ned so wichtig sand. Wen hat jetzt der Politiker mit seiner Kritik gmeint? Sollte er doch das gemeine Münchner Volk gmeint haben, hat er wirklich was aufgweckt. Stellens erna vor, das Münchner Volk käm in Bewegung, dann war ich froh, kein wohnhafter Münchner zu sein. Ich könnt original, absolut original die selben Satzerl des Chefs der Bayerischen Staatskanzlei über die Oberschleißheimer sagen. Wenns des hören täten, könnt ih mir überlegen, ob ein Umzug nach München nicht erwägenswert wär. Herr Minister, gegenüber der Bussi Gesellschaft sitzen wir fast, Betonung liegt auf fast, im selben Boot.