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15. Nicht mehr verlieren

V6-MINI

[Strophe 1 – Sie] Ich hatte so große Angst zu verlieren, dass ich mich selbst dabei verlor. Hab festgehalten, erklärt und gesucht, stand immer schon vor deiner Tür. Ich dachte, wenn ich nur genug verstehe, wenn ich nur genug von mir gebe, kann ich verhindern, dass etwas zerbricht. Doch Liebe lässt sich nicht erzwingen. [Pre-Chorus – Sie] Jetzt weiß ich: Ich kann dich lieben und trotzdem mich selbst behalten. Ich kann dich vermissen und trotzdem weitergehen. [Refrain – Sie] Ich verliere mich nicht mehr, nur um dich nicht zu verlieren. Ich gebe mich nicht mehr auf, um uns irgendwie zu halten. Ich kann mein Herz bei dir lassen und trotzdem bei mir bleiben. Denn wenn ich mich selbst verliere, ist keine Nähe wirklich Nähe. [Strophe 2 – Er] Vielleicht hatte auch ich Angst zu verlieren, und hab deshalb Abstand gehalten. Hab mich versteckt, bevor es weh tut, statt dir zu zeigen, was du mir bedeutest. Doch wenn du nicht mehr kämpfst, wenn du mich nicht mehr festhältst, sehe ich plötzlich deutlicher, dass auch ich etwas entscheiden muss. [Pre-Chorus – Er] Ich kann mich nicht verstecken und gleichzeitig Nähe erwarten. Wenn ich dich wirklich bei mir haben will, muss ich selbst sichtbar werden. [Refrain – Beide] Wir verlieren uns nicht mehr, um einander nicht zu verlieren. Wir müssen uns nicht aufgeben, um miteinander zu bleiben. Du bleibst du und ich bleibe ich. Und wenn wir uns begegnen, dann aus Freiheit, nicht aus Angst. [Bridge – Sie] Ich werde nicht mehr kleiner, damit du bleiben kannst. [Er] Und ich werde nicht mehr verschwinden, damit ich mich sicher fühle. [Sie] Ich kann dich nicht retten. [Er] Und du musst es auch nicht. [Sie] Ich kann dich nicht öffnen. [Er] Aber ich kann mich selbst zeigen. [Beide] Vielleicht ist das unsere Veränderung: Nicht, dass alles plötzlich leicht ist. Sondern dass keiner mehr sich selbst verlassen muss, damit der andere bleiben kann. [Letzter Refrain – Beide] Ich verliere mich nicht mehr, nur um dich nicht zu verlieren. Du verlierst dich nicht mehr, nur um mir nahe zu sein. Wir dürfen zwei Menschen bleiben und trotzdem füreinander da sein. Nicht einer für zwei, nicht einer gegen zwei – sondern zwei Menschen, die sich wirklich begegnen. [Finale – Sie] Wenn du gehst, bleibe ich bei mir. [Er] Wenn du bleibst, bleibe ich bei mir. [Sie] Wenn du dich öffnest, höre ich zu. [Er] Wenn du Raum brauchst, muss ich nicht fliehen. [Beide] Und wenn wir uns wiederfinden, dann finden wir uns nicht mehr auf Kosten von uns selbst. [Outro – beide, ganz ruhig] Ich verliere mich nicht mehr. Du musst dich nicht mehr verlieren. Und vielleicht ist genau das die Liebe, die jetzt entstehen darf.