
# WELTENWUNDEN [Verse 1- male vocoder] Nacht. Wind. Wald. Nebel weben. Wälder beben. Schwarzer Schnee fällt kalt und schwer. Jeder Schritt führt tiefer her. Winde wenden. Wege enden. Etwas wandert zwischen Stämmen. Tief im Tal brennt fahles Licht. Ich seh es wohl. Es sieht mich nicht. [Pre-Chorus, synth building] Ach, mein Herz, was hörst du hier? Nur den Wind? Nur Wald und Tier? Doch im Schweigen, nah bei mir, flüstert etwas: **„Komm zu mir.“** [Chorus, synth explosion, psychedelic rolling guitar] Komm doch, komm, du dunkle Nacht, bis der Wald im Traum erwacht. Kurz das Licht und lang die Schuld. Trag die Wunde mit Geduld. Komm doch, komm, noch näher her. Herz ist voll und Herz ist leer. Was mich ruft, das kenn ich schon. Tief in mir derselbe Ton. [Verse 2, male vocoder] Kalt. Alt. Wald. Krähen kreisen durch die Nacht. Kreise schließen. Schatten fließen. Etwas hat mich längst bewacht. Blätter beben. Brunnen schweigen. Schwarze Zweige tiefer neigen. Und der Mond, so müd und bleich, geht mit mir und schweigt zugleich. [Pre-Chorus] Ach, mein Herz, nun hörst du mehr. Nicht nur Wind. Nicht Wald so schwer. Etwas weiß, was ich vergaß. Etwas spricht aus Laub und Gras. Und es sagt: **„Du kennst mich ja.“** [Chorus, synth explosion, psychedelic rolling guitar] Komm doch, komm, du dunkle Nacht, bis der Wald im Traum erwacht. Kurz das Licht und lang die Schuld. Trag die Wunde mit Geduld. Komm doch, komm, noch näher her. Herz ist voll und Herz ist leer. Was mich ruft, das kenn ich schon. Tief in mir derselbe Ton. [Bridge] Still. Still. Still. Nun schweigt selbst das Schweigen. Nebel steigen. Zweige neigen. Kein Vogel ruft. Kein Wasser rinnt. Nur etwas fragt: **„Weißt du, wer wir sind?“** Mein Name klein. Die Nacht so weit. Kein Wort reicht aus für Ewigkeit. Licht. Leib. Tod. Dann reißt die Nacht wie eine Wunde auf. Und hinter ihr— kein Himmel. Nur **Weltenfinsternis.** [Final Chorus, synth explosion, psychedelic rolling guitar] Komm doch, komm, du dunkle Nacht. Nun weiß ich, was im Walde wacht. Kurz mein Licht und lang die Schuld. Keine Gnade. Keine Huld. Komm doch, komm, noch näher her. Herz ist voll und Herz ist leer. Was mich rief, das war ich schon. Ich war Stimme. Ich war Ton. Was draußen rauscht, rauscht auch in mir. Was durch den Wald geht, geht durch mich. Nacht. Wind. Wald. Und tief im Grund— **die Weltenwunde.** [Outro] Still. Nah. Nun. Der Wald wird stumm. Der Mond wird blind. Und wo ich ende, wacht der Wind.

