
[Strophe 1 – Sie] Ich werde nicht mehr an deine Türen klopfen, wenn du sie selber geschlossen hältst. Ich werde nicht mehr nach dir suchen in jedem Wort, das du nicht sagst. Ich muss nicht wissen, was dahinterliegt, bevor du bereit dafür bist. Doch wenn du irgendwann herauskommst, werde ich dich sehen, wie du bist. [Pre-Chorus – Sie] Du musst nicht perfekt sprechen, du musst nicht alles erklären. Du musst nur anfangen, mir ein Stück von dir zu zeigen. [Refrain – Sie] Wenn du dich zeigst, bin ich da. Wenn du dich öffnest, höre ich zu. Du musst nicht fliehen vor dem, was du fühlst, und ich muss dich nicht mehr dazu bringen. Wenn du dich zeigst, musst du nichts beweisen. Komm einfach so, wie du bist. Ich will nicht deine Antworten – ich will dich. [Strophe 2 – Er] Ich weiß nicht immer, wie man sagt, was tief in einem selbst passiert. Manche Dinge brauchen Zeit, bevor man sie überhaupt versteht. Doch ich merke, dass du nicht mehr ziehst, und gerade dadurch wird es leichter. Weil ich nicht mehr das Gefühl habe, ich müsste mich öffnen, damit du bleibst. [Pre-Chorus – Er] Vielleicht kann ich langsam anfangen, dir meine unsicheren Seiten zu zeigen. Nicht alles auf einmal – aber ehrlich genug, dass du mich erkennst. [Refrain – Beide] Wenn du dich zeigst, bin ich da. Wenn du dich öffnest, höre ich zu. Du musst nicht fliehen vor dem, was du fühlst, und ich muss dich nicht mehr dazu bringen. Wenn du dich zeigst, muss ich dich nicht retten. Wenn ich mich zeige, musst du mich nicht reparieren. [Bridge – Sie] Ich öffne dir keine Türen mehr, durch die du selbst gehen musst. [Er] Und ich verlange nicht mehr, dass du meine verschlossenen Türen verstehst. [Sie] Ich lasse die Tür offen. [Er] Und ich entscheide selbst, ob ich hindurchgehe. [Beide] Vielleicht ist Vertrauen genau das: nicht ziehen, nicht fliehen, nicht erraten, nicht verstecken – sondern irgendwann sagen: „Hier bin ich.“ [Letzter Refrain – Beide] Wenn du dich zeigst, bin ich da. Und wenn du noch nicht kannst, dann darf auch das wahr sein. Ich werde dich nicht drängen. Doch wenn du dich zeigst, werde ich nicht wegsehen. Und wenn ich mich zeige, darfst auch du mich sehen. [Outro – Sie] Die Tür ist nicht verschlossen. [Er] Aber ich muss selbst hindurchgehen. [Beide, leise] Und vielleicht treffen wir uns genau dort.

