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Das Massaker von Sentenza

[Strophe 1] Die Uhr schlägt zwölf, die Sonne steht über der Stadt, sie brennt auf die Dächer herab. Die Bande steigt die Stufen zur Bank empor, der Totengräber tritt hervor. Die Tür der Bank fliegt krachend auf, Staub wirbelt rein im Sonnenlauf. Fünf dunkle Schatten treten hinein, ihr Anblick flößt Schrecken ein. Die Angestellten starren, das Blut gefriert, weil man bei ihrem Anblick den Mut verliert. Die Dielen knarren unter schwerem Tritt, man hört das Klirren der Sporen bei jedem Schritt. [Strophe 2] Der Totengräber gibt ein stummes Zeichen, die Angestellten müssen zur Seite weichen. El Viudo drängt sie an die Wand, er hält den Colt in seiner Hand. Widerstand ist keine Wahl. Bone tritt vor an den Tresor aus Stahl. Er zieht den Schlüssel, er glänzt im Licht, ein stilles Lächeln im Gesicht. Der Schlüssel knirscht, als er ihn dreht, man hört, wie das Schloss sich bewegt. Die Riegel weichen, die Tür schwingt auf, da liegt das Geld – sie stürzen sich drauf. Jack hält die Tasche auf: „Werft es hinein!“, Hermann und Bone räumen alles ein. [Refrain] Heute gibt's Geld für die Meute, Blei für den Rest, sie nehmen sich, was ihnen gefällt. Wer sich wehrt, der endet im Dreck. Heute gibt's Geld für die Meute, Blei für den Rest. [Strophe 3] Die Uhr schlägt zwölf Uhr fünfzehn, der Sheriff lässt sich endlich sehn. Er saß lang versteckt im Büro, doch sein Mut kehrt zurück – Stück für Stück. Er holt seinen Colt und sein Gewehr, mit den Bürgern formiert er die Gegenwehr. Sie nähern sich der Bank, bleiben davor stehen, El Buitre kann sie vom Kirchturm sehen. Der Sheriff brüllt laut: „Kommt endlich raus!“ Da treten die Fünf aus der Bank heraus. [Strophe 4] Der Sheriff tritt einen Schritt nach vorn, die Bürger stehen hinter ihm. Da nimmt die Bande ihn aufs Korn, fünf Schüsse krachen zur selben Zeit. Der Sheriff fällt rücklings in den Sand, er hebt noch ein letztes Mal die Hand. Bevor sie schwer zu Boden sinkt, es scheint, als ob er dem Tode winkt. [Refrain] Heute gibt's Geld für die Meute, Blei für den Rest, sie nehmen sich, was ihnen gefällt. Wer sich wehrt, der endet im Dreck. Heute gibt's Geld für die Meute, Blei für den Rest. [Strophe 5] Die Bürger schreien: Die einen schießen, die andern woll’n fliehen, doch El Buitre lässt keinen von ihnen ziehen. Er zielt und schießt vom Kirchturm aus, die Straße wird zum Leichenhaus. Jeder Schuss trifft, ein Leben erlischt, leblose Augen blicken aus blutigem Gesicht. [Strophe 6] Der Lärm verhallt, der Rauch verzieht sich, der Wind weht kalt. El Buitre steigt vom Turm herab, Sentenza gleicht einem Grab. Sie verstauen die Beute, die Taschen sind schwer, sie werfen die Beute über den Sattel quer. Sie schwingen sich auf, blicken noch einmal um, im Staub liegen die Toten, blutig und stumm. So mancher Mann hat sein Leben verloren, die Bande gibt ihren Pferden die Sporen. [Strophe 7] Sie reiten aus der Stadt hinaus, da öffnen sich Türen, die Witwen stürzen schreiend aus dem Haus. Sie rennen zu den Männern, fallen auf die Knie, so viel Leid sah Sentenza noch nie. Sie flehen zum Himmel, ihr Schmerz ist groß, doch der Tod ist heute gnadenlos. Die Bande passiert den Telegraphenmast im flirrenden Wüstengrau, dort sitzt der Soldat in zerschlissenem Blau. Er umklammert die Krücke, blickt stumm hinterher, wie sie verschwinden im Wüstenmeer. [Refrain] Heute gab's Geld für die Meute, Blei für den Rest, sie nahmen sich, was ihnen gefiel. Wer sich wehrte, der endete im Dreck. Heute gab's Geld für die Meute, Blei für den Rest. [Refrain] Heute gab's Geld für die Meute, Blei für den Rest, sie nahmen sich, was ihnen gefiel. Wer sich wehrte, der endete im Dreck. Heute gab's Geld für die Meute, Blei für den Rest.