Song Cover Image

Die Geometrie der Stille

+ Show full styles
V6

Strophe 1 Beton trägt noch den Atem von allem, was hier war, Wasser schreibt an graue Wände, doch kein Wort wird jemals klar. Über mir hängen die Zeichen, weiß wie Knochen in der Nacht, dünne Fäden halten Welten, die kein Morgen mehr bewacht. Ein kaltes Licht zerreißt die Schatten, macht aus Stille einen Raum, und ich höre meine Schritte wie Erinnerungen im Traum. Pre-Chorus Jede Stufe kennt meinen Namen, jede Wand weiß, wer ich bin. Hinter dieser schwarzen Öffnung liegt vielleicht kein Weg zurück. Refrain Ich geh zur Tür am Ende, wo das Dunkel auf mich wartet, wo die Angst in meinen Händen langsam ihre Finger faltet. Und wenn hinter diesen Gittern nur noch Schweigen vor mir steht, geh ich weiter, geh ich weiter, bis die Nacht mich ganz versteht. Strophe 2 Zwischen Moos und alten Mauern lebt ein letzter Rest von Grün, als würd selbst in diesem Abgrund noch etwas nach oben ziehn. Doch die Decke trägt die Körper einer fremden Liturgie, stumme Formen, lose Glieder, eine kalte Symmetrie. Vielleicht war dies einmal Heimat, vielleicht niemals wirklich hier, doch die Treppe führt nach innen und die Tür führt tief zu mir. Pre-Chorus Jede Stufe wird jetzt schmaler, jeder Atem viel zu laut. Doch ich habe lang genug schon meinem eigenen Blick misstraut. Refrain Ich geh zur Tür am Ende, wo das Dunkel auf mich wartet, wo die Angst in meinen Händen langsam ihre Finger faltet. Und wenn hinter diesen Gittern nur noch Schweigen vor mir steht, geh ich weiter, geh ich weiter, bis die Nacht mich ganz versteht. Bridge Kein Himmel. Kein Zeichen. Nur Eisen, Stein und Zeit. Kein Retter. Kein Zeuge. Nur diese Einsamkeit. Doch irgendwo hinter dem Schwarz schlägt etwas gegen die Wand. Vielleicht bin ich es selber. Vielleicht reicht mir jemand die Hand. Finaler Refrain Ich öffne die Tür am Ende, auch wenn nichts dahinter wartet, denn die Angst verliert den Namen, wenn man ihr ins Auge atmet. Und aus all den toten Mauern fällt ein leiser Ton ins Licht. Ich geh weiter, geh ich weiter — und die Nacht verschluckt mich nicht.