Intro (Leises Ausatmen) Intro-Verse Man reisst die eigenen Wände ein, nur um für andere stark zu sein. Man schafft den Erfolg, bricht durch die Wand und merkt am Ende: Man hat sich verbrannt. Ein Schritt zu weit, ein falscher Sieg, der tief in der Seele liegen blieb. Verse 1 Drei Schränke stehen offen da, im Flur klebt Staub aus manchem Jahr. Der Karton im Arm ist viel zu schwer, sie räumt ihr altes Leben leer. Ein Schuh ohne Paar, ein Bild ohne Glas, jedes Teil sagt ihr leise, wie viel da mal war. Verse 2 Die Türen sind zu, die Kisten bereit, ihr Geist ist matt, der Atem schreit. Sie hält kurz inne, als wird ihr erst klar: Sie trug diese Last viel zu lang, Jahr für Jahr. Der Plan lief perfekt, alles lief wie es soll, nur innen drin ist sie nicht glücklich und voll. Pre-Chorus Die Wände, die vorher schon rissig und matt, stehen jetzt offen in dieser Nacht. Was sie nach aussen so lange geschützt, hat sie im Inneren komplett abgenutzt. Chorus 1 Und keiner sieht auf den ersten Blick, wie teuer so ein Neuanfang ist. Sie steht mittendrin und merkt erst jetzt: Was sie gebaut hat, hat sie selbst gehetzt. Wo bleibt ein Platz, an dem sie einfach nur ist, wo man die Leistung für Stunden vergisst? Verse 3 Die Hände zittern, der Nacken macht dicht, sie lächelt nach aussen, doch tragen kann sie’s nicht. Der Körper sagt nein, lange vor jedem Wort, und trotzdem rennt ihr Kopf immer weiter fort. Kein grosses Drama, nur dieser Moment: Sie merkt, dass sie sich selber kaum noch kennt. Pre-Chorus Und tief in der Müdigkeit ist der Geist nun matt, weil er sich viel zu lang gezwungen hat. Eine kleine Stimme, kaum lauter als Luft, die mitten im Chaos ganz leise ruft: (Whispered) Du bist nicht nur Leistung, nicht nur Kraft, nicht nur Druck. (Loud, theatrical) Du bist nicht nur Leistung, nicht nur Kraft, nicht nur Druck! Chorus 2 Akzeptiere den Satz, der in dir leise bleibt: Es ist genug, auch wenn niemand dir das zeigt. Leg die Kisten ab, setz dich einen Augenblick, nimm den ersten Schluck Kaffee und komm zu dir zurück. Spür den Stuhl unter dir, den Boden, das Haus, heute musst du nicht mehr halten, heute klinkst du dich aus. Verse 4 Ein bisschen mehr Nein, ein bisschen mehr Raum, kein Heldentum, nur endlich wieder vertraun. Wenn sie sich nicht verliert, wenn sie früh genug sieht, wie der eigene Körper um Pause fleht, dann trägt sie nicht nur alles, dann trägt sie auch sich – und schützt mit der Grenze ihr inneres Gleichgewicht. Bridge Man reissst sich nicht frei, indem man weiter rennt, man findet sich dort, wo man die Grenze erkennt. Wer für sich Platz macht, macht auch für andere Raum, nicht als grosse Geste - eher still und genau. Chorus 3 Akzeptiere den Satz, der in dir leise bleibt: Es ist genug, auch wenn niemand dir das zeigt. Leg die Kisten ab, setz dich einen Augenblick, nimm den ersten Schluck Kaffee und komm zu dir zurück. Spür den Stuhl unter dir, den Boden, das Haus, heute musst du nicht mehr halten, heute ruhst du dich aus. Outro Sie muss nicht mehr so tun, als wär sie stark, wenn innen drin alles viel zu laut war. Sie lehnt an der Wand, lässt die Schultern sinken, und fängt endlich an, wieder durchzuatmen. Die Kinder kommen leise, legen die Stirn an ihr Hemd, bleiben einfach kurz da, weil man Liebe so nennt. Kaffee. Couch. Ein Raum, der ihr gehört. *Kaffee. Couch. Ein Raum, der ihr gehört* *Kaffee. Couch. Ein Raum, der ihr gehört* *Kaffee. Couch. Ein Raum, der ihr gehört* Kaffee Couch ein Raum... *der ihr gehört*


