
M͜o͜n͜d͜s͜p͜l͜i͜t͜t͜e͜r͜ Die Stille nach dem Regen
[Strophe 1] Der Himmel hängt noch schwer im Grau, Pfützen tragen unser Blau. Straßen glänzen wie Erinnerung, Alles wirkt so neu und wund. Deine Schritte neben mir, Kein Versprechen, nur ein „Hier“. Zwischen Tropfen, die noch fallen, Hör ich uns im Asphalt verhallen. [Pre-Chorus] Und plötzlich sagt die Welt nichts mehr, Als hätte sie genug erklärt. Nur dieser Atem zwischen uns Und alles wird zugleich zu viel und zu wenig. [Refrain] In der Stille nach dem Regen Liegt ein Wort, das keiner spricht. Zwischen Bleiben und Bewegen Fällt ein leises Gegenlicht. In der Stille nach dem Regen Sind wir näher als zuvor. Doch was wir fühlen, bleibt verborgen Hinter einer offenen Tür. [Strophe 2] Fenster spiegeln nasse Zeit, Alles ist noch nicht bereit. Deine Hand streift meine kaum, Wie ein flüchtiger Vertrauensraum. Wir reden über Nebensachen, Über gestern, über Lachen. Doch unter jedem kleinen Satz Schlägt ein unausgesprochener Platz. [Pre-Chorus 2] Manchmal heilt kein heller Tag, Was die Dunkelheit vermag. Manchmal bleibt nur dieses Schweigen, Das uns hält — und auseinanderzieht. [Refrain] In der Stille nach dem Regen Liegt ein Wort, das keiner spricht. Zwischen Hoffen und Vergeben Sucht sich Sehnsucht ihr Gesicht. In der Stille nach dem Regen Fällt die Wahrheit federleicht. Und wir stehen uns gegenüber Als wär es fast genug gewesen. [Bridge – reduziert, intim] Vielleicht sind wir nur zwei Horizonte, Die sich im Wasser berühren. Vielleicht war alles da — Nur nicht zur selben Zeit. [Letzter Refrain – leiser Beginn, dann leichtes Crescendo] In der Stille nach dem Regen Wird die Welt für einen Moment klar. Und ich sehe in deinen Augen Was möglich gewesen war. In der Stille nach dem Regen Bleibt ein Glanz auf meiner Haut. Nicht aus Sonne — Sondern aus dem, was wir uns nie getraut. [Outro – sehr leise] Der Regen hört nicht wirklich auf. Er wird nur leiser in uns.

