
[Verse 1] Jahre lang trug ich den Riss in der Hand, zählte jede Grenze, die ich nicht verstand. Warum fiel der Regen immer auf mein Dach? Warum wurde aus meinem Ja ein leises Ach? [Pre-Chorus] Ich malte Schuld auf jede fremde Tür, doch jede Linie führte wieder hier zu mir. [Chorus] Was ich für Unrecht hielt, war ein schiefer Spiegel, der zeigte, wo ich stand, nicht wer mich schlug. Mit jedem Jahr bekam die Wunde Flügel, bis ich in ihrer Bewegung Fairness sah. Nicht alles war gerecht, nicht alles war verziehen, doch ich verstand: Auch andere mussten ziehen. [Verse 2] Ich sah den Tisch, an dem mein Platz fehlte, und hörte nur, wie meine eigene Stimme zählte. Später sah ich Hände unter dem Holz, die hielten diese Platte, müde und stolz. [Pre-Chorus] Die Welt gab keinem eine gleiche Bahn, und trotzdem fing sie alle Schritte an. [Chorus] Was ich für Unrecht hielt, war ein schiefer Spiegel, der zeigte, wo ich stand, nicht wer mich schlug. Mit jedem Jahr bekam die Wunde Flügel, bis ich in ihrer Bewegung Fairness sah. Nicht alles war gerecht, nicht alles war verziehen, doch ich verstand: Auch andere mussten ziehen. [Bridge] Heute brennt die alte Frage noch, doch sie bohrt kein Loch mehr durch mein Herz. Ich sehe Linien, die sich überschneiden, kein Urteil – nur Gewicht und Gegenwert. Wenn ich verliere, verliert nicht gleich die Welt, wenn du gewinnst, wird mein Gewinn nicht kleiner. Die Waage schwankt in jeder fremden Hand, doch niemand steht für immer auf derselben Seite. [Final Chorus] Was ich für Unrecht hielt, war ein schiefer Spiegel, der zeigte, wo ich stand, nicht wer mich schlug. Mit jedem Jahr bekam die Wunde Flügel, bis ich in ihrer Bewegung Fairness sah. Nicht alles war gerecht, nicht alles war verziehen, doch ich verstand: Wir alle mussten ziehen. [Outro] Jahre drehen langsam ihre Kreise, aus dem Urteil wird eine leisere Reise. Was damals schnitt, trägt heute meinen Blick: Fairness ist kein Freispruch – nur ein Schritt zurück.

