Heiß und schwül war jener Sommer, Luft brach auf vor Geilheit wild! Mitgenommen auf das Fieber, Ein Tier, das seine Sehnsucht stillt! Kein Gesetz hat sie berühret, Junges Fleisch, so wild und rein. Schwarzes Haar hat mich verführet, Die Muschel schloss mich blutig ein. Krähen rufen fern im Winde, Ein Schrei erstickt im nassen Moor. Dunkler Engel, feigem Kinde, Fror der Seufzer sanft im Ohr. Dunkler Engel! Geh im Winde! Dunkler Engel! Zeit verrennt! Das Herz schmilzt als kalte Kunde, Die Schuld, die nur ein Ende kennt! Grünes Licht speit nun der Himmel In den Pfuhl aus Schlamm und Tang. Müdes Fleisch verlor'n im Schimmel, Füttert tief den Untergang. Dunkler Engel! Geh im Winde! Dunkler Engel! Zeit verrennt! Das Herz schmilzt als kalte Kunde, Die Schuld, die nur ein Ende kennt! Nun verlaust die Bestie leise, Erde drückt mich hart und kalt. Silber stößt auf dunkle Weise, Und der Mond schändet den Wald! Dunkler Engel! Geh im Winde! Dunkler Engel! Zeit verrennt! Das Herz schmilzt als kalte Kunde, Die Schuld, die nur ein Ende kennt! Geh im Winde... Dunkler Engel...