-----English lyrics below----- Die Hitze des Tages liegt noch immer zwischen den Grashalmen. Neben mir hast du längst den Weg in deine Träume gefunden. Dein Atem hebt und senkt die Nacht, als würde selbst der Sommer sich nach ihm richten. Nur ich bleibe noch wach. Von weit her zieht das leise Rauschen einer fernen Straße über die Felder. Manchmal schneidet ein Auto für einen Augenblick durch die Dunkelheit, bis es wieder vom Schweigen verschluckt wird. Im Teich rufen die Frösche einander Geschichten zu, die älter sind als jede Erinnerung. Zwischen den Blättern raschelt ein Käfer. Ein Vogel wechselt verschlafen den Ast. Ein paar Straßen weiter feiert noch jemand gegen das Ende des Tages an. Alles klingt, als hätte die Nacht für jedes Geräusch einen eigenen Platz geschaffen. Über den Bäumen versinkt langsam ein roter Mond. Ganz gemächlich, als hätte selbst die Zeit ihren Atem angehalten. Als sein letzter Schein hinter dem Horizont verschwindet, bleiben nur noch die Sterne. Unzählige. Still... und doch voller Stimmen. Da löst sich einer. Eine Sternschnuppe zieht einen silbernen Schweif durch den Himmel. Doch diesmal verglimmt er nicht. Er bleibt. Er wird länger. Geschwungener. Bis ich erkenne, dass es eine einzige, leuchtende Note ist. Und ehe ich begreife, trägt sie mich lautlos hinauf. Die Welt wird langsam. So langsam, dass jeder Augenblick seine eigene Ewigkeit besitzt. Ich fließe auf der Melodie der Nacht. Unter mir summt die ferne Straße ihren tiefen Grundton. Die Frösche halten geduldig den Takt. Das Rascheln der Blätter zeichnet feine Rhythmen in die Dunkelheit. Ein Käfer streicht über Rinde, als würde er eine Saite berühren. Ein Vogel setzt einen einzelnen Ton zwischen die Sterne. Aus der Ferne weht noch immer das Lachen der Feiernden. Selbst der Wind scheint heute nicht zu wehen... sondern zu spielen. Und plötzlich verstehe ich: Die Nacht ist kein Schweigen. Sie ist Musik. Wir haben nur vergessen, ihr zuzuhören. Langsam trägt mich die Melodie wieder zurück. Der Stern wird wieder Licht. Die Note wird wieder Himmel. Meine Hände liegen im Gras. Neben mir schläfst du noch immer, als wäre keine einzige Sekunde vergangen. Ich lächle. Und frage mich... wie es nur sein kann. dass irgendjemand diese Melodie bereits hören kann... obwohl ich sie doch eben erst in dieser Sommernacht komponiert habe? ------Englisch Lyrics------ The heat of the day still lingers between the blades of grass. Beside me you have long since found your way into your dreams. Your breath lifts and lowers the night, as if even the summer were keeping time with it. Only I remain awake. From far away the soft rustling of a distant road drifts across the fields. Sometimes a car cuts through the darkness for a moment, until it is swallowed again by silence. In the pond the frogs call stories to one another, older than any memory Between the leaves a beetle rustles. A bird sleepily shifts to another branch. A few streets away someone is still celebrating against the dying day. Everything sounds as if the night had made a place for every sound. Above the trees a red moon slowly sinks. So gently, as if even time itself had held its breath. When its last glow disappears behind the horizon, only the stars remain. Countless. Silent… and yet full of voices. Then one breaks free. A shooting star draws a silver trail across the sky. But this time it does not fade. It stays. It grows longer. More curved. Until I see that it is a single, glowing note. And before I can grasp it, the note carries me upward in silence. The world slows down. So slow that every moment holds its own eternity. I flow on the melody of the night. Beneath me the distant road hums its deep bass note. The frogs keep patient time. The rustling of leaves sketches fine rhythms into the darkness. A beetle strokes across bark as if touching a string. A bird places a single note among the stars. From afar the laughter of the revelers still drifts on the air. Even the wind seems not to blow today… but to play. And suddenly I understand: The night is not silence. It is music. We have only forgotten how to listen. Slowly the melody carries me back. The star becomes light again. The note becomes sky again. My hands rest in the grass. Beside me you are still sleeping, as if not a single second has passed. I smile. And I wonder… how it can be that someone could already hear this melody… when I have only just now composed it in this summer night?